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Bürger legen immer noch Blumen nieder und bekunden ihr Beileid nach dem Tod von Rouven Laur. Die Belegschaft der Polizei pflegt und gießt.
Koß
Pforzheim
Gegen den Trend: Gewalt gegen Polizisten in Pforzheim leicht rückläufig

Pforzheim. „Das ist der pure Wahnsinn“, sagt der Polizist. „Scheiße ist das, einfach scheiße!“, pustet sein Kollege hinterher und lässt dabei den Rauch seiner Zigarette aus Mund und Nase gleiten. Sein Kollege hält ihm sein Handy vor die Augen. Beide schütteln fassungslos ihre Köpfe. Auf dem Bildschirm flackert ein Mann, der von hinten versucht, einem Polizisten ein Messer in den Rücken zu stoßen. In Wien war das, Anfang des Jahres. Der Polizist mit dem Handy in der Hand wischt über den Bildschirm. Das nächste Video leuchtet auf. Zu sehen ist der Marktplatz in Mannheim. Chaos. Menschen laufen durcheinander. Ein Mann mit einem Messer stürmt durch die Menge. Im nächsten Moment sieht man den mutigen Eingriff von Polizist Rouven Laur, der sich in das unübersichtliche Getümmel stürzt. Dann sticht der Angreifer mehrmals auf den 29-jährigen Polizisten ein. Ein Kollege von Laur feuert einen Schuss auf den mutmaßlichen Islamisten ab. Der Attentäter sackt zusammen. Rouven Laur starb zwei Tage nach dem Angriff am 2. Juni. Er wurde 29 Jahre alt.

Der Polizist steck sein Handy in eine Tasche seiner Weste. Beide arbeiten in der Region. Fahren oft nachts

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