Gehwege stehen heutzutage vielmals nicht oder nur eingeschränkt ihrer eigentlichen Bestimmung – dem zu Fuß gehen – zur Verfügung.
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Pforzheim
„Gehwege freiräumen – Raum fürs Gehen Schaffen“: Pfojekt für Fußverkehr
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Pforzheim. Die Stadt Pforzheim hat sich erfolgreich um die Teilnahme am Modellprojekt des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg „Gehwege freiräumen – Raum fürs Gehen Schaffen“ beworben. Ausgewählt wurden vier Kommunen in Baden-Württemberg, von denen in Pforzheim das Sedanquartier unter die Lupe genommen werden soll.

„Der Fußverkehr hat in Pforzheim eine sehr große Bedeutung. Da in unserer Stadt fast jeder dritte Weg zu Fuß zurückgelegt wird, ist die Bereitstellung einer attraktiven und sicheren Infrastruktur durchaus wichtig“, betont Baubürgermeister Tobias Volle. „Ich freue mich, dass Pforzheim als Modellkommune ausgewählt wurde und eine Vorreiterrolle übernehmen kann.“

Inhalte Modellprojekt

Gehwege stehen heutzutage vielmals nicht oder nur eingeschränkt ihrer eigentlichen Bestimmung – dem zu Fuß gehen – zur Verfügung. Zahlreiche Hindernisse wie Mülltonnen, Masten, Parkscheinautomaten, aber auch Kundenstopper, Außengastronomie und nicht zuletzt Scooter, Fahrräder und parkende Autos machen die Fortbewegung zu Fuß unattraktiv und teilweise sogar gefährlich. Davon sind insbesondere auch Kinder, ältere Menschen und mobilitätseingeschränkte Personen betroffen. Mit dem Modellprojekt sollen Kommunen unterstützt werden, mit zielgerichteten Maßnahmen attraktive und sichere Gehwege im Einklang mit anderen Nutzungen zu schaffen. Dies geschieht mithilfe von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) beauftragten Dienstleistern und beinhaltet die Bestandaufnahme, Planung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen. Die Erkenntnisse aus den Modellkommunen fließen schließlich in einen Leitfaden ein, der später allen Kommunen zur Verfügung gestellt wird. Die gutachterliche Beratung während des Modellprojekts ist für die Stadt kostenlos.

Sedanquartier

Für das Modellprojekt wurde das Sedanquartier mit der Dillsteiner Straße, Bleichstraße und Weiherstraße ausgewählt, weil diese Streckenzüge durch unterschiedliche Nutzungen wie Einzelhandel und Gastronomie sowie Wohnen und Arbeiten charakterisiert sind. Die für den Fußverkehr vorgesehenen Flächen werden teilweise für Auslagen des Einzelhandels, für gastronomische Angebote und für ausgewiesene Parkplätze genutzt. Hinzu kommen feste Einbauten wie Parkscheinautomaten, Verkehrsschilder und Haltestelleneinrichtungen sowie weitere Hindernisse wie beispielsweise Mülltonnen an bestimmten Tagen.

„Das Sedanquartier eignet sich sehr gut, um unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Rahmenbedingungen zielgerichtete Lösungen zu finden, dem Fußverkehr ausreichende und gut nutzbare Flächen zur Fortbewegung zu schaffen,“ erläutert Christoph Schulze, Abteilungsleiter mit Zuständigkeit für Mobilität im Grünflächen- und Tiefbauamt. „Ziel ist, im Rahmen des Modellprojekts entwickelte Lösungen auf andere Strecken im Stadtgebiet zu übertragen.“

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit weiteren städtischen Ämtern und Dienststellen wie beispielsweise dem Amt für öffentliche Ordnung und dem Planungsamt durchgeführt. Ebenso werden selbstverständlich die Einzelhändler und gastronomischen Betriebe sowie alle weiteren Betroffenen intensiv eingebunden. Entscheidend für den Erfolg eines solchen Projekts ist eine transparente Herleitung von Maßnahmen im konstruktiven Austausch aller Beteiligten.

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