Frostig, etwas diesig und noch ein wenig schummrig war es gestern Vormittag im Hagenschieß, als ein großes, verhülltes Etwas durch den Wildpark schwebte. Ein Etwas von kolossalem Ausmaß. Mit langen Bändern musste es fixiert werden – ob es vielleicht gar gefährlich ist? Bis dato jedenfalls verhält es sich friedlich. Und überhaupt hat es eine äußerst ehrenwerte Funktion.

Der Förderverein will mit diesem tierisch kunstvollen Hingucker – so viel hatte der Vorsitzende Jan Lauer bereits jüngst im PZ-Gespräch verraten – jene würdigen, die Herz zeigen für den überregional beliebten Park und dessen Bewohner. Der in die Jahre gekommene Kunststoff-Wisent mit den weißen Täfelchen auf dem Leib, auf dem bislang die Namen von Sponsoren zu lesen waren, wurde abgebaut und mit schwerem Gerät weggehievt. Der neue Koloss war da bereits auf dem eigens geschaffenen Fundament nahe dem Ottergehege in Position gebracht. Demnächst soll es einen Termin zur feierlichen Enthüllung und Einweihung des mysteriösen Neulings geben. Bis dahin dürfte auch die aktuell laufende Sanierung der Otterbrücke fertig sein.

