
Pforzheim. Stefanie Wetzke, Vorständin der Genossenschaft Gewerbekultur, und ihr Mitstreiter Christof Weisenbacher blicken mit Sorge auf die Zukunft des Alten Schlachthofs: Der Vorschlag der Stadtverwaltung bezüglich des weiteren Planungsprozesses für das Wohnen und Arbeiten auf dem Areal bringt die Verantwortlichen in Nöte. Acht Ateliers sind bereits entstanden, vier Neubauten mit insgesamt 90 Wohneinheiten will die 140 Mitglieder starke Genossenschaft errichten. Doch die Umsetzung gerate ohne Zutun der Genossenschaft zur Hängepartie mit gefährlichen Folgen und großem Risiko, erklärt Wetzke. Denn es gibt bislang keinen Bebauungsplan und seitens der Stadt offenbar auch keine konkrete Aussage darüber, bis zu welchem Zeitpunkt mit einem Satzungsbeschluss zu rechnen sei, sagt Weisenbacher. Daran hänge aber die Möglichkeit, die Fördergelder des Landes in Höhe von 1,5 Millionen Euro noch einmal zu verlängern. Und daran hänge auch das Vertrauen der Mitglieder, die Einlagen zahlen sollen. Dabei gilt das Vorhaben überregional als Leuchtturmprojekt. Kürzlich besuchte der Vaihinger Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth mit einer Delegation aus den Bereichen Gartenschau, Stadtplanung, Stadtbau und Bürgerbeteiligung das Areal. Sie suchten Inspiration für das Vaihinger Häcker-Areal, eine brachliegende Industriehalle und Anlagen einer ehemaligen Leimfabrik direkt an der Enz. 2029 soll es als Schauplatz der Bürgergartenschau ENZückt dienen.
Der Schlachthof wird seit 2019 von der Genossenschaft zu einem Quartier mit Wohnen, Arbeiten, Kunst und Kultur entwickelt. Im Bestandsgebäude sind Künstlerateliers, Werkstätten, Büros, Lagerhallen und Veranstaltungsräume auf 1000 Quadratmetern entstanden. Bereits seit 2019 starteten auf dem Areal des Alten Schlachthofs
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