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Auszeichnung mit dem Ernst Alexander Wellendorff Gedächtnispreis: Kreishandwerksmeister Rolf Nagel, Wellendorff Preisträgerin Estella Haberl, Karl Urbitsch (Wellendorff), Dr. Michael Kiefer, Schulleiter der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule, Obermeisterin Margit Köpfer, Bernhard Haas (Prüfungskommission, von links). Fotos: Tilo Keller
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Die drei Jungmeister mit Borax und Polierrot auf der Stirn und die Prüfungskommission beim Meistertrunk Michael Schulz, Adina Magenau, Carsten Kissner, Estella Haberl, Obermeisterin Margit Köpfer, Bernhard Haas, Wolfgang Eberhardt (von links).
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Estella Haberl mit ihrem Meisterstück, für das sie den Ernst Alexander Wellendorff Gedächtnispreis erhalten hat.

Gold- und Silberschmiede sind in den Meisterstand erhoben worden.

Pforzheim. Mit dem traditionellen Meistertrunk sind drei Gold- und Silberschmiede in den Meisterstand erhoben worden. Die feierliche Zeremonie der Gold- und Silberschmiedeinnung Pforzheim/Enzkreis fand im Parkhotel im Beisein von Familien und Freunden der erfolgreichen Jungmeister Estella Maria Haberl, Carsten Kissner und Adina Magenau sowie Kreishandwerksmeister Rolf Nagel statt.

„Es ist eine Bereicherung für unsere Innung, wenn wir wieder einen Meister und zwei Meisterinnen beglückwünschen können“, sagte Obermeisterin Margit Köpfer. Sie erklärte, dass der Meisterbrief das fachliche Wissen auszeichne und forderte die drei Jungmeister auf, ihr Erfolgsmodell an die jüngere Generation weiterzugeben. „Denken Sie daran, ein guter Name ist Gold wert“, betonte sie. Auch Michael Kiefer, Schulleiter der Pforzheimer Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule, gratulierte den frischgebackenen Meistern. „Der Meistertitel stellt immer das handwerkliche Können heraus, ist aber mehr“, sagte Kiefer. Die Meister müssten mit Höhen und Tiefen umgehen können. Außerdem geben sie als Ausbilder auch Werte weiter. Ehe die zeremonielle Erhebung in den Meisterstand begann, wurde Estella Maria Haberl für ihr Meisterstück mit dem Ernst Alexander Wellendorff Gedächtnispreis der Manufaktur Wellendorff ausgezeichnet.

„Wellendorff legt besonderen Wert auf handwerkliches Können und auf hohe Qualität“, sagte Karl Urbitsch, ehemaliger Fertigungsleiter der Firma Wellendorff. „So habe ich mich für einen Armschmuck entschieden, der aus Silber geschaffen wurde.“ Das Schmuckstück besteht aus 18 identischen, dreiseitigen Prismen sowie zwei Prismen, die den Verschluss bilden. „Sie sind in höchster Präzision gearbeitet, das hat mich beeindruckt“, sagte Urbitsch. „Außergewöhnlich ist, dass sich der Verschluss mit nur einer Hand öffnen und schließen lässt. Diese Mechanik ermöglicht es dem Träger, den Armschmuck in vielen Varianten zu tragen.“ Obermeisterin Margit Köpfer und die Mitglieder der Prüfungskommission, Bernhard Haas, Wolfgang Eberhardt und Michael Schulz führten die Zeremonie durch. Die Jungmeister wurden mit jeweils einem tupfen Borax und Polierrot auf der Stirn betupft. Borax, damit Schmelzen und Löten immer meisterlich sind und Polierrot, damit der Schmuck immer glänzt. Ein sanfter Hammerschlag auf Kopf oder Schulter stand für die Beherrschung von Gold und Silber. Und der Meistertrunk, Wein aus edlen Kelchen, stand schließlich für den Geist der alten Meister.