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Dentaurum-Geschäftsführer Mark S. Pace (links) und Markus Kaiser, Leiter digitale Technologie, haben den historischen Schlüssel im 3D-Laserdruck kopiert.
Dentaurum-Geschäftsführer Mark S. Pace (links) und Markus Kaiser, Leiter digitale Technologie, haben den historischen Schlüssel im 3D-Laserdruck kopiert.
01.05.2019

Goldener Schlüssel: Originalgetreue Kopien von historischem Unikat im 3D-Drucker gefertigt

Pforzheim. Es ist ein nur ein etwas größerer Schlüssel, rund 15 Zentimeter lang, aber gold-glänzend und mit einem besonderen Griff versehen – als Räute, Räude, Reite oder Reide bezeichnet, war dieser in früheren Zeiten reich verziert. In diesem Fall ist es der Heilige Michael, der Namenspatron der Schloßkirche.

Zu deren Wiedereinweihung im September 1957, Pforzheims „Steinernes Geschichtsbuch“ lag nach dem Luftangriff der Alliierten am 23. Februar 1945 wie der Großteil der Stadt in Schutt und Asche, war dieser Schlüssel von Karl Föll (bis 1973 Lehrkraft an der Hochschule für Gestaltung) gefertigt worden. Das Öffnen des Kirchenportals stellte gleichzeitig ein symbolisches Zeichen dafür statt, dass sich die Bevölkerung trotz des damaligen Infernos, das über 17 000 Tote forderte, mit dem Wiederaufbau der auf den Anfang des 13. Jahrhunderts zurückgehenden Schloß- und Stiftskirche St. Michael ein besonderes Zeichen setzte: Aus den Trümmern soll neues Leben entstehen. Auf Initiative des Vereins „Freunde der Schloßkirche“ und mit der Unterstützung des Dental-Unternehmens Dentaurum GmbH konnten nun originalgetreue Kopien des historischen Schlüssels angefertigt werden. Mehr lesen Sie am Donnerstagin der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.