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Bäderchef Bernd Mellenthin hat die Arbeiten im Emma ebenso im Blick wie die Zukunft der gesamten Bäderlandschaft in Pforzheim. Foto: Seibel
Bäderchef Bernd Mellenthin hat die Arbeiten im Emma ebenso im Blick wie die Zukunft der gesamten Bäderlandschaft in Pforzheim. Foto: Seibel
30.11.2015

Goldstadtbäder tief in den Miesen

Pforzheim. Wenn man mehr Geld ausgibt, als man einnimmt, zeigt sich auf dem Konto erfahrungsgemäß ein Minus. So weit nichts Neues für den Eigenbetrieb Goldstadtbäder. Dass es in diesem Jahr – vor allem durch die Schließung des Huchenfelder Stadtteilbads sowie des Emma-Jaeger-Bads – höher ausfällt als erwartet, ist Teil des Nachtrags des Wirtschaftsplans für den Eigenbetrieb, dem am Montag der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen mehrheitlich zugestimmt hat.

Rund eine halbe Million Euro höher als angenommen liegt der Verlustausgleich mit rund 3,4 Millionen für die Stadt im laufenden Jahr, um die Liquidität des Eigenbetriebs sicherzustellen.Anlass für den Nachtrag zum Wirtschaftsplan sei, dass ein Kredit in Höhe von 755.000 Euro aufgenommen werden muss, um Mehrkosten beim Bau des Kreativzentrums zu finanzieren, so Bernd Mellenthin, designierter Chef der zum Januar fusionierenden Eigenbetriebe Stadtverkehr und Goldstadtbäder. Dafür sei eine Verfügungsermächtigung nötig. Im Zuge dessen habe man die Abweichungen aus dem Bäderbetrieb ebenfalls aktualisiert. Dabei sei eine Erlösminderung von 745.000 Euro zu verzeichnen. Diese setze sich aus dem entfallenen Eintrittsgeld für Schwimmbad und Sauna sowie verminderten Erlösen aus Kursangeboten zusammen.

Der Ausschuss beschäftigte sich auch mit dem Blick in die Bäder-Zukunft. Nach einem Ranking hat das Gremium aus elf Vorschlägen für eine langfristige Lösung vier Optionen ausgewählt, die weiter geprüft werden sollen: Abriss und Neubau des Emma-Jaeger-Bads am selben Standort, Neubau auf dem Insel-Campus, Neubau eines Kombibads auf dem Wartberg sowie ein Zubau zum dortigen Freibad.

Jens-Wilhelm Brand, Geschäftsführer der Ingenieur-Gesellschaft Constrata mit Sitz in Bielefeld und Dortmund, stellte dem Gremium die Arbeit des Unternehmens vor. Es ist spezialisiert auf Machbarkeitsstudie und Projektmanagement bei Sport- und Freizeitbädern. Anhand von Projekten in anderen Städten präsentierte er Beispiele für mögliche Lösungen.

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