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Die Koffer für den Goldstadtpokal 2019 am 26. Januar sind vorbereitet – die beiden großen für die Trophäen der Sieger beim internationalen Latein-Tanzturnier um den Ehrenpreis der Stadt Pforzheim, die kleineren (präsentiert von Michael Langebner und Joffrey Jost, von links) für die Gerwinner des „red young Cups“ der Jugend. Foto: Frei
Die Koffer für den Goldstadtpokal 2019 am 26. Januar sind vorbereitet – die beiden großen für die Trophäen der Sieger beim internationalen Latein-Tanzturnier um den Ehrenpreis der Stadt Pforzheim, die kleineren (präsentiert von Michael Langebner und Joffrey Jost, von links) für die Gerwinner des „red young Cups“ der Jugend. Foto: Frei
11.01.2019

Goldstadtpokal 2019 bekommt edle „Hülle“ in Birkenfeld

Pforzheim. Es war stets eine besondere Zeremonie, auf die Mitte/Ende des Jahres gewartet wurde: Wenn der Designer Reinhold Krause nebst Begleitung mit jeweils zwei Koffern in den Händen durch das von ihm einst gestaltete Hauptportal das Neue Rathaus betrat, mit dem Fahrstuhl in den sechsten Stock hochfuhr, um beim Oberbürgermeister den neuen Goldstadtpokal für das internationale Tanzturnier nebst Galaball zu präsentieren. Natürlich nicht, um dort nur die Koffer zu öffnen.

Zuvor streifte er sich weiße Handschuhe über, um auf den wertvollen Trophäen ja keinen Fingerabdruck zu hinterlassen. Vor vier Jahren hatte Krause in illustrer Runde den nach Jahrzehnten letzten von ihm kreierten Goldstadtpokal vorgestellt. Seither wird die Trophäe von Studierenden der Hochschule Pforzheim (Fakultät für Gestaltung, Fachbereich Schmuck) gestaltet, die aus einem internen Wettbewerb als Sieger hervorgegangen sind. Dieses Mal wird es ein Entwurf von Xin Liu sein, dessen Vorschlag die Jury überzeugte, die „sein souveränes ästhetisches Gespür und sein Vermögen, konventionelle Grenzen zu sprengen“ würdigte.

Am Montag wird der bisher über dem Entwurf liegende Schleier des Goldstadtpokal 2019-Geheimnisses bei Oberbürgermeister Peter Boch gelüftet, wenn der Student in Begleitung von Hochschulvertretern, Sponsoren und dem veranstaltenden Schwarz Weiß Club (dieses Jahr am 26. Januar) mit den Koffern zum Stadtoberhaupt kommt. Reinhold Krause hatte einst nicht nur die Idee für zwei identische Goldstadtpokale, denn im Tanzsport sind Trennungen keine Seltenheit. Er gab zudem den Anstoß, für die Trophäen einen besonderen Koffer fertigen zulassen – mittlerweile auch für den „kleinen Goldstadtpokal“, für die Jugend-Gewinner des „red young Cups“ der Sparkasse Pforzheim Calw. „Es war wohl Anfang der 1990er-Jahre, als Krause, der mit uns vielfältig verbunden war, die Idee für den jeweils maßgeschneiderten Koffer hatte“, erinnert sich Joffrey Jost, Sales Manager der heute in Birkenfeld ansässigen „Kling, Display+Packaging“.

Sechs Firmen unter einem Dach

Vor 90 Jahren vom Pforzheimer Friedrich Kling gegründet, der eine Kartonagenwerkstatt mit fünf Mitarbeitern übernahm, um „Samtkarten“ für die Schmuckindustrie herzustellen, ist später unter der Ägide von Manfred und Markus Bächtold eine weltweit agierende Firma geworden, die mit 120 Mitarbeitern auf 7000 Quadratmetern für über 10.000 Kunden tätig ist. Sechs eigenständige Unternehmen sind heute in der Kling GmbH vereint – von der Etikettenherstellung über die Warenpräsentation bis zur Kofferherstellung. Und dies nicht nur für Schmuck- und Uhrenfirmen sondern beispielsweise ebenfalls für Lanson (Champagner) oder BMW. So ließ sich der Autohersteller in Birkenfeld für einen neuen Sitz in Birkenfeld die extravagante „Verpackung“ herstellen.

Zu den Mitarbeitern zählt Michael Langebner, technischer Zeichner bei Kling, der die Herstellung der vier Koffer für die Goldstadtpokale betreut. Jahr für Jahr ist es ein Auftrag, der sozusagen „spitz auf Knopf“ zustande kommt.

Doch während früher die Ausschalung der Koffer für das Einpassen der Pokale aufwendig in Handarbeit vorgenommen werden musste, wird dies heute durch modernste Technik erleichtert. Mit einer 3D-Datei des Entwurfs kann die Schaumstoffeinlage wasserstrahlgeschnitten werden. Diese wird in einer Kofferschale aus Pappelholz eingepasst, die wiederum durch ein schwarzes Aluminiumprofil ein edles Äußeres erhält.

Besondere Herausforderung

Allein einige tausend Koffer werden jährlich bei Kling gefertigt. „Doch die vier für den Goldstadtpokal sind auch für uns stets etwas Besonderes“, bemerkt Joffrey Jost. Als Xin Liu mit seinem mittlerweile fertiggestellten Originalen am Donnerstag vorbeischaute, konnte „grünes Licht“ gegeben werden: Die Trophäe passte exakt in die vorbereitete Kunststoffform.

www.goldstadtpokal.de

www.kling.de