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Ein eleganter, aber zaghafter Prachtkerl: So kannten und liebten Wildparkbesucher den Luchs Uli H. Seibel, PZ-Archiv
Ein eleganter, aber zaghafter Prachtkerl: So kannten und liebten Wildparkbesucher den Luchs Uli H. Seibel, PZ-Archiv
16.03.2017

Große Trauer im Wildpark: Luchs Uli H. ist tot

Pforzheim. So groß war die Freude, als ein Nachfolger für den im Juli vergangenen Jahres gestorbenen Luchs Kasimir gefunden war und Ende November ein schönes Tier mit dem außergewöhnlichen Namen Uli H. das Luchsgehege im Wildpark beziehen konnte. Um so größer ist nun die Trauer: Uli H. hat eine Attacke unter Artgenossen nicht überlebt.

Wie viele Besucher hatte auch das Team um Förster Carsten Schwarz den eleganten und scheuen Kater gleich ins Herz geschlossen. Tröstlich sollte für alle die Aussicht sein, dass „Wildpark-Präsident“ Uli H. über den Tod hinaus Menschen Freude bereiten und zum Patron für Wildtiere werden könnte.

In der Nacht zum Donnerstag muss sich der tragische Zwist ereignet haben. Als die Luchse am Morgen gefüttert werden sollten, fehlte von Uli H. jede Spur. Schließlich entdeckte Schwarz das Tier – „friedlich eingerollt, wie eingeschlafen“. Erst nach genauerem Hinsehen war klar: Ein Nackenbiss hatte für Uli H. tödliche Folgen – ob von Luchsdame Lisa (9) oder ihrem Sohnemann Timmy (6), ist unklar, aber eigentlich auch unerheblich.

Im Hagenschieß waltet die Natur. Just in diesen Frühlingstagen kommen die ersten kleinen Mufflons zur Welt. „Jetzt wacht der Wildpark richtig auf“, sagt Schwarz, „Leben und Tod gehören bei uns zusammen.“ Auch wenn eine solch schlechte Botschaft alle schmerze. „Natürlich macht man sich im Nachhinein Gedanken“, sagt der Förster. Die Luchse sind in der Paarungszeit, und Timmy sei nicht kastriert, sondern nur sterilisiert. Entsprechend beherzt könnten Konkurrenzkämpfe sein, bei denen die Widersacher in der Regel mit Blessuren davonkommen. „Seither ist bei uns immer alles gut gegangen“, berichtet Schwarz. Doch solche Beutegreifer verfügten über lange Krallen und scharfe Zähne, die wie in diesem schlimmsten Fall todbringend sein können.

Dass ein einzelner Biss zum Tode führte, eröffnet eben jene tröstliche Perspektive. Denn erst jüngst hatte der Verein Luchs-Initiative Baden-Württemberg Kontakt mit Schwarz aufgenommen – ohne zu wissen, dass die Anfrage bald eine solch konkrete Grundlage erhalten würde. Wie Stefan Büchner, Vorstandsmitglied des Vereins und Leiter des Naturschutzzentrums Südschwarzwald am Feldberg, im PZ-Gespräch berichtet, ist die Initiative auf der Suche nach einem für ein Präparat geeignetes Tier, das zu einem „wunderbaren Blickfang“ ihrer Wanderausstellung werden soll. Die Initiative setzt sich für die Ansiedlung des Luchses im Land ein.

Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

b12kult
17.03.2017
Große Trauer im Wildpark: Luchs Uli H. ist tot

Zwei sich fremde Kater zusammen halten ohne Fluchtmöglichkeiten.... Schon der zweite Todesfall durch Unkenntnis und/oder Ignoranz. Der erste war die Wildsau zu Beginn der Luchshaltung. mehr...

rostiger ritter
17.03.2017
Große Trauer im Wildpark: Luchs Uli H. ist tot

[QUOTE=b12kult;270601]Zwei sich fremde Kater zusammen halten ohne Fluchtmöglichkeiten.... Schon der zweite Todesfall durch Unkenntnis und/oder Ignoranz. Der erste war die Wildsau zu Beginn der Luchshaltung.[/QUOTE] Was ist ein Kuder? mehr...

b12kult
17.03.2017
Große Trauer im Wildpark: Luchs Uli H. ist tot

[QUOTE=rostiger ritter;270602]Was ist ein Kuder?[/QUOTE] Auch was zur Sache beizutragen oder nur andere blöd aussehen lassen wollen? mehr...

rostiger ritter
17.03.2017
Große Trauer im Wildpark: Luchs Uli H. ist tot

[QUOTE=b12kult;270603]Auch was zur Sache beizutragen oder nur andere blöd aussehen lassen wollen?[/QUOTE] Hätten Sie es gewusst? mehr...