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Ein syrischer Oralchirurg aus der Region möchte seinen Namen nicht in der Zeitung lesen, da er Angst hat, von Ahmed al-Scharas Anhängern zur Rechenschaft gezogen zu werden. Er stammt aus Damaskus, kam bereits vor 20 Jahren nach Deutschland und besitzt einen deutschen Pass. Eigentlich hat er nichts zu befürchten, trotzdem hat er Angst: „Ich bin nicht derjenige, der zurückkehren würde. Auf keinen Fall unter diesem Präsidenten“, sagt er.
Ahmed al-Scharaa hat eine islamistische Vergangenheit: Er war früher Mitglied der Terrormiliz al-Qaida und führte später die Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS), bevor er nach dem Sturz Assads 2024 zum Übergangspräsidenten Syriens wurde. Zeitweise hatten die USA ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt.
Syrien ist religiös zersplittert: Alawiten, Schiiten, Drusen, Christen, Kurden und kleinere Gruppen wie Jesiden. Die Mehrheit stellen sunnitische Muslime. Der Oralchirurg gehört als Christ zu einer Minderheit: „Alle Minderheiten werden auswandern oder sind schon ausgewandert, weil al-Schara dort Präsident ist“, sagt er. Als sunnitischer Muslim sei man sicher, für Drusen und Alawiten hingegen sei es zu gefährlich. Aus verschiedenen Regionen des Landes wird immer wieder berichtet, dass sich Gewalt gezielt gegen diese Gruppen richtet. Dabei geht es nicht nur um einzelne Angriffe, sondern auch um ein Klima der Unsicherheit, das durch extremistische Ideologien verstärkt wird. Vor allem eine strenge und radikale Auslegung religiöser Regeln sorgt bei vielen Betroffenen für große Sorge um ihre Zukunft: „Es geht nicht nur um Sicherheit, sondern auch um das Überleben kultureller und religiöser Vielfalt, die das Land lange geprägt hat“, sagt er.
Ohne echten Schutz für alle Bevölkerungsgruppen würde es laut dem Arzt schwer sein, eine stabile und friedliche Zukunft für Syrien zu erreichen. del

