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Betonpflastersteine, ein Verkehrszeichen, ein Klettergerüst und Bereiche des Fischotterbeckens sind betroffen. 

Großer Ärger um Vandalismus in Pforzheimer Wildpark

Pforzheim. Der Ärger war groß als Mitarbeiter des Pforzheimer Wildparks am Dienstagmorgen mehrere Schmierereien auf dem Gelände des Tierparks entdeckten.

Zwischen Montag, 23. Juli, 18 Uhr und Dienstag, 24. Juli, 8 Uhr wurden nach Angaben der Polizei mehrere Stellen im Bereich des Wildparks mit schwarzer blauer und roter Farbe besprüht. Darunter ein Zigarettenautomat, Betonpflastersteine, ein Verkehrszeichen, ein Klettergerüst, Bereiche des Fischotterbeckens und dem dortigen Brückengeländer.

Besonders ärgerlich für Jan Lauer, den Vorsitzenden des Fördervereins: Auch Holzplanken wurden bemalt. Diese sind schwer zu reinigen. Dazu komme: „Weder die Farbe noch das Reinigungsmittel dürfen in das Wasser des Otterbeckens gelangen.“ Nach Angaben der Polizei wurden überwiegend die Aufschriften „187“, „173“ und „AcAB“ aufgesprüht. Der Paragraf „187“ steht in den USA für Mord. Bei Rappern steht die Zahl deshalb für Gesetzlosigkeit. „AcAB“ steht bei Sprayern häufig für die englische Formulierung „All cops are bastards“, wörtlich ‚Alle Polizisten sind Bastarde‘.

Die Polizei hat drei Spraydosen beim Parkplatz am Eingang vom Wildpark gefunden. Der Schaden wird auf mehrere hundert Euro geschätzt, je nachdem wie die Farbe entfernt werden kann. Die Aufklärungsquote lag nach Polizeiangaben im Jahr 2017 im Stadtgebiet Pforzheim (bei 93 Sachbeschädigungen mit Graffiti) bei über 65 Prozent. „Möglicherweise bringen uns die Spraydosen weiter oder es gehen durch Ihre Veröffentlichung noch weitere Hinweise ein“, so ein Polizeisprecher.