760_0900_121838_Gruengutannahmestelle_Huchenfeld_13.jpg
Nicht nur zügig sind viele bei der Grüngutannahmestelle unterwegs, mancher fährt auf dem Landwirtschaftsweg gleich noch geradeaus weiter. 

Grüngutannahmestelle in Huchenfeld kommt gut an – doch ein Problem gibt es noch

Pforzheim-Huchenfeld. Die neue Grüngutannahmestelle in Huchenfeld wird rege genutzt. Nur das mit der Beschilderung läuft auch zwei Monate nach der Eröffnung noch nicht ganz rund. Nachdem man bereits bei der Verkehrsschau Anfang Oktober zu dem Ergebnis gekommen war, dass das Schild, das nur landwirtschaftliche Fahrzeuge auf der Verlängerung des Grohwiesenwegs zulässt, versetzt werden müsse, war nichts passiert.

Außer, dass vermehrt Grünschnitt auf dem benachbarten Betriebsgelände abgelagert worden war. Eben, weil manchem das Durchfahrtsverbot auf Höhe der Firma wohl suggerierte: Wenn ich nicht weiterfahren darf, muss es hier sein. Also brachte das Unternehmen einen Hinweis an, dass es sich um Privatgelände handle. Und die Ortsvorsteherin Sabine Wagner nahm die Sache selbst in die Hand und montierte das Verkehrschild eigenhändig vom Laternenmast gegenüber ab.

760_0900_121839_Gruengutannahmestelle_Huchenfeld_18.jpg
Die benachbarte Firma hat mittlerweile Schilder aufgestellt, damit niemand bei ihr sein Schnittgut ablagert.

Was nun allerdings zur Folge hat, dass einige eine Abkürzung nehmen und unerlaubterweise nach der Anlage auf dem Grohwiesenweg weiterfahren. Darauf wiesen in der jüngsten Sitzung gleich mehrere Ortschaftsräte hin. CDU-Rätin Margarete Schaefer etwa sorgte sich um die Kinder, die an dieser Stelle mit ihren Rädern unterwegs sind.

Rampe ist keine Option

Bernd Heintz (Freie Wähler) ergänzte, dass es auf der Strecke zudem dringend eine Geschwindigkeitsbegrenzung brauche: „Da wird hurtig über den Flugplatz bis nach Würm gefahren.“ Das sei so natürlich nicht gedacht, betonte Wagner, die sich erneut an das entsprechende Fachamt gewandt hat, damit das Schild versetzt wird. Bislang lässt die Umsetzung allerdings noch auf sich warten. Neben einer Anpassung des Schilds gleich vorne am Kreisverkehr sollen Wegweiser angebracht werden, bestellt sind sie bereits.

Ortschaftsrätin Ilona Metzger (Aktiv für Huchenfeld) fragte indes, ob es nicht möglich sei, zum leichteren Abladen von Schnittgut eine Rampe anzubringen. Die wäre allerdings mit wesentlich höheren Kosten verbunden. „Und man müsste die Bürger davor bewahren, dass sie in den Container fahren“, bemerkte Wagner. Tatsächlich habe man diese Variante anfangs angedacht.

Pforzheim

Herbstschnitt kann kommen: Wertstoffhof in Huchenfeld ist fertiggestellt

Allerdings hätte es dann auch Einweiser benötigt. „Das wäre alles weit weg von dem Plätzle, das wir jetzt haben“, sagte sie gegenüber der PZ. Zumal man sich entschieden habe, die Freihaltetrasse unbebaut zu lassen. Insgesamt, so Wagner, werde die Anlage extrem gut angenommen. Bis auf Einzelfälle hielten sich alle an die Regeln. Nun wolle man die Anlage ein Jahr lang laufen lassen, um Erfahrungswerte zu sammeln. Gegebenenfalls werde dann nachjustiert.

Anke Baumgärtel 2

Anke Baumgärtel

Zur Autorenseite