DRK Auszeichnung Reuchlin Gymnasium
Freuen sich mit den Schülern über die Auszeichnung: Stefanie Baas, Leiterin des Schulsanitätsdienstes, Claudia Schnabel, kommissarische Schulleiterin, Sandra Scheible, DRK Koordinatorin Schulsanitätsdienst (Mitte von links).
Röhr
Pforzheim
Gut geschult im Lebenretten: Reuchlin-Gymnasium erhält Auszeichnungen für Sanitätsdienst
  • pm

Pforzheim. Wer im Pforzheimer Reuchlin-Gymnasium einen medizinischen Notfall erleidet, hat Glück im Unglück. Denn möglicherweise ist nur in den Krankenhäusern die Dichte an potenziellen Lebensrettern so hoch wie an dieser Schule. Dafür wurde das Reuchlin-Gymnasium zweifach vom Jugendrotkreuz im DRK-Landesverband Baden-Württemberg ausgezeichnet: als „Schule mit ausgezeichnetem Schulsanitätsdienst“ und als „Ausgezeichnete Löwen-Retten-Leben-Herzensretter-Schule“. Fünf Schulen in Baden-Württemberg haben beide Auszeichnungen erhalten. Übergeben hat sie Sandra Scheible vom DRK Kreisverband Pforzheim Enzkreis.

Etwa drei bis vier Einsätze hätten die Schüler im Schuljahr 2021/2022 gehabt, schreibt die Schule in einer Pressemitteilung. Im aktuellen Schuljahr seien bisher 60 Einsätze gewesen. Trotz des coronabedingten Ausbildungsstopps sind derzeit 16 Schulsanitäter im Einsatz. 20 weitere wurden in diesem Schuljahr ausgebildet. Damit verfügt die Schule im kommenden Schuljahr über rund 30 Schulsanitäter. In der Ersten-Hilfe-AG werden jährlich etwa 20 Teilnehmer der sechsten bis neunten Klassen in den Grundlagen der Ersten Hilfe ausgebildet. Nach erfolgreichem Abschluss am Schuljahresende erhält jeder Teilnehmer eine Bescheinigung vom DRK. Zudem dem gibt es für die Schüler eine Ernennungsurkunde zum Schulsanitäter.

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Im Laufe des Schuljahres lernen die Schüler jeden Mittwochmittag, wie man lebenswichtige Funktionen überprüft, eine stabile Seitenlage ausführt und die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführt. Die Anwendung eines Defibrillators wird ebenso eingeübt wie das keimfreie Verbinden von kleineren und größeren Wunden. Helmabnahme, Verbrennungen und Vergiftung sind ebenfalls Thema. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in Erster Hilfe dürfen die Teilnehmer im darauffolgenden Schuljahr Mitglied des Schulsanitätsdienstes werden. Der Schulsanitätsdienst eilt zur Hilfe, wenn sich jemand verletzt hat oder sich nicht wohlfühlt. Jeden Wochentag sind fest vier bis sechs Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen eingeteilt. Dabei teilen sich immer bereits erfahrene Schulsanitäter (Mentoren) mit Neueinsteigern einen Tag. Zudem werde beim Erstellen des Einsatzplanes darauf geachtet, dass stets mindestens ein Junge und ein Mädchen gemeinsam Dienst haben. Sollten Schulsanitäter verhindert sein, organisieren sie sich eigenständig eine Vertretung für den betroffenen Tag.

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Kommt es zum Einsatz, alarmiert das Sekretariat per Durchsage den Schulsanitätsdienst. Die Schüler, die an diesem Tag Dienst haben, verlassen den Unterricht und begeben sich mit dem Patienten in den „Saniraum“. Dort finden Erste Hilfe-Maßnahmen statt; hier können die Schüler auch betreut von den Schulsanitätern auf das Eintreffen ihrer Eltern oder des Rettungsdienstes warten.