
Pforzheim. Immer, wenn man zuletzt auf Waltraud Steinle traf, hatte man dieses erhebende Gefühl, einen historischen Moment miterleben zu dürfen. Diese bis zuletzt so rüstige, forsche, humorvolle, herrlich geerdete zierliche Pforzheimerin war schon zu Lebzeiten ein Fall für die Geschichtsbücher. Als unermüdliche Streiterin für den Wildpark und als dessen großzügige Förderin. Als Namensgeberin des Platzes vor dem neuen Besucherzentrum und – erst jüngst gekürt – als Ehrenbürgerin dieser Stadt. Und als eine, die mit ganzer Kraft das Wirken ihres 2006 verstorbenen Mannes Ewald Steinle fortführte. Entsprechend groß ist nun in der Stadtgesellschaft die Trauer um die am frühen Mittwochmorgen im gesegneten Alter von 104 Jahren sanft Entschlafene. Erst in den letzten Wochen waren ihre Kräfte geschwunden. Wichtig war ihr, sich von einigen ganz engen Begleitern noch persönlich zu verabschieden.
Die Vorfreude in ihrem Gesicht hat sich allen Anwesenden eingeprägt, als Waltraud Steinle im März 2024 beim Spatenstich für das von ihr
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