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Auf hohem Niveau musiziert das Oberstufen-Kammerorchester um Daniel Joos mit Julie Lehnert am Cembalo.  Foto: Volz 

Hebel-Gymnasiasten legen eindrucksvolles Sommerkonzert hin.

Pforzheim. Was trotz Corona-Beschränkungen in der Schulmusik mit viel Engagement möglich gewesen ist, zeigte das Sommerkonzert des Hebel-Gymnasiums in der Jahnhalle auf eindrucksvolle Weise. Profilklassen, Kammerorchester und -chor der Oberstufe sowie Gesangs- und Instrumentalsolisten präsentierten ein abwechslungsreiches Programm, das von den Musikpädagogen Anna-Katharina Kalmbach und Daniel Joos einstudiert worden war.

Schulleiter Bernhard Steger freute sich, dass es nach Februar 2020 erstmals wieder ein Profilkonzert gab. Magdalena Haag und Arne Michaelis überraschten mit einer gesungenen Anmoderation, ihrer lockeren Art und mehrfachem Kleiderwechsel. Zum Auftakt sang die Klasse 5 den Kanon „Banaha“ mit rhythmischen Einlagen und Körperchoreographie. Selbst komponierte Popsongs, das melancholische „I Wanted To Be Happy“ und das rhythmisch eingängige „Chance“ spielten zwei Bands der Klasse 8 auf E-Piano, Saxofon, Klarinette, Gitarre, Cajon und Tuba.

Kunststoffröhre als Instrument

Gut eingespielt zeigten sich vier Stober-Preisträger, die temperamentvoll einen der Ungarischen Tänze von Johannes Brahms in einem Arrangement für vierhändiges E-Piano, Violine und Flügelhorn interpretierten. Lässiges Spiel, stimmsicheren Vortrag und gut eingeübte Choreographien brachten zwei Gruppen der Klasse 9 bei Jazz-Standards zum Einsatz. Mit „Acaboompella“ von Klaus Gramß fiel die Klasse 10 optisch und akustisch aus dem Rahmen. Zum Takt eines Marimbaphons und mit anspruchsvoller Choreographie betätigten die Jugendlichen ihre „Boomwhackers“, Kunststoffröhren, mit denen sich unterschiedliche Klänge erzeugen lassen. Chor und Band der Kursstufe 2 hatten den Queen-Hit „Don’t Stop Me Now“ erarbeitet.

Auf hohem Niveau musizierte das Oberstufen-Kammerorchester mit einem Cembalo-Konzert von Bach. Brillant die Solistin, Einser-Abiturientin Julie Lehnert. Der Oberstufen-Kammerchor zeigte alle Qualitäten: saubere Intonation, exakte Einsätze, Textverständlichkeit, einfühlsame Interpretation – trotz räumlicher Entfernung zwischen den Sängern. Auf das Renaissance-Madrigal „Nun fanget an“ von Hans-Leo Haßler folgte ein überzeugendes A-capella- Arrangement des Rammstein-Hits „Engel“. Den zweiten Teil des Konzerts gestaltete das dänische Vokalensemble „Dynamic“, das Jazznummern für Gesang arrangiert und Workshops für die Schülern geleitet hatte. Frenetischer Beifall!