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Unser Archivbild zeigt die mühevolle Arbeit beim Abschöpfen des Ölbinders von einem Fluss. Eine kleine Ölverschmutzung kann ungeheure Mengen Trinkwasser ungenießbar machen.
Unser Archivbild zeigt die mühevolle Arbeit beim Abschöpfen des Ölbinders von einem Fluss. Eine kleine Ölverschmutzung kann ungeheure Mengen Trinkwasser ungenießbar machen. © PZ-Archiv
29.03.2011

Heizöltanks entleert und dabei die Nagold verschmutzt

PFORZHEIM. Wenige Tropfen Motoren- oder Heizöl genügen eigentlich schon, um große Mengen Trinkwasser zu verseuchen, aber in Pforzheim-Dillweißenstein ist es gleich eine größere Menge Öl gewesen, die in die Nagold geflossen ist. Bei Abbrucharbeiten an einem Haus an der Baldung-Grien-Straße kam es zu diesem Ölunfall, der die Pforzheimer Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Dillweißenstein mit fünf Fahrzeugen und 16 Mann dazu Spezialisten vom Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim ESP und einer Privatfirma rund dreieinhalb Stunden lang beschäftigte.

Um 17.42 Uhr informierte eine Spaziergängerin die Feuerwehr, dass im Bereich der Steinernen Brücke im Pforzheimer Ortsteil Dillweißenstein größere Mengen Öl in die Nagold laufen würden. Bei Eintreffen des Hilfszugs der Feuerwehr befand sich an der Einsatzstelle bereits ein größerer Ölfilm auf der Nagold. Das Öl lief über einen Regenwasserkanal im dortigen Bereich in den Fluss.

Auf den Ölfilm im Fluss wurde Ölbindemittel aufgetragen, bei der Einmündung des Regenwasserkanals eine Ölsperre eingebracht und der Kanal mit Ölbinder abgestreut, um das weitere Einlaufen von Öl in die Nagold zu verhindern. Von der Polizei wurde der Einzugsbereich des Regenwasserkanals überprüft.

Der Verursacher konnte schnell ermittelt werden: Bei Abbrucharbeiten eines Hauses an der Baldung-Grien-Straße wurden Heizöltanks entleert. Hierbei sind größere Mengen des Heizöls in die Kanalisation gelangt.

Von den Eigenbetrieb Stadtentwässerung Pforzheim ESP und einer Privatfirma wurde das Kanalsystem durchgespült und das Öl-/Wassergemisch aufgenommen. Der Feuerwehreinsatz dauerte bis 21.20 Uhr. fw