Pforzheim. Als einziges Perinatalzentrum Level 1 in Pforzheim und dem Enzkreis hat das Helios Klinikum bereits jetzt die vom Sozialministerium für 2024 geforderten Mindestmengen für Früh- und Reifgeborene mit einem Aufnahmegewicht unter 1250 Gramm erfüllt. „Damit bleibt es auch künftig Anlaufstelle insbesondere bei Risikoschwangerschaften und Mehrlingsgeburten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikums.
„Für uns bedeutet das, dass wir auf unserer Kinderintensivstation weiterhin Neugeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 1250 Gramm versorgen dürfen, worauf wir sehr stolz sind“, freut sich Dr. Kai Siedler, Chefarzt Kinder- und Jugendmedizin.


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Deutschlandweit wurden die Mindestmengen für die Versorgung Neugeborener bis 1250 Gramm schrittweise von 14 für das Jahr 2022, auf 20 für das Jahr 2023 bis auf 25 für das Jahr 2024 erhöht. 30 Frühgeborene unter 1250 Gramm haben die Experten im Perinatalzentrum des Helios Klinikums bisher im Jahr 2023 behandelt – zehn mehr als vom Sozialministerium gefordert.
Stand jetzt sind das fünf Frühgeborene unter 1250 Gramm mehr als im gesamten Vorjahr. „Damit sichern wir nicht nur die regionale Versorgung Frühgeborener ab der 24. Schwangerschaftswoche, sondern können für alle Neugeborenen in Pforzheim und dem Enzkreis, bei denen vor, während oder nach der Geburt Komplikationen auftreten, die maximale medizinische Versorgung gewährleisten“, betont Siedler.


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Interdisziplinäres Zentrum
In einem Perinatalzentrum werden die medizinischen Kompetenzen der Fachbereiche Geburtshilfe und Neonatologie (spezielle Neugeborenenmedizin) zur Überwachung, Diagnostik und Therapie bei Mutter und Kind während der Schwangerschaft, während der Geburt und in der Zeit nach der Geburt gebündelt.
Die Anforderungen an ein solches interdisziplinäres Versorgungszentrum der höchsten Stufe sind erheblich: ein Neuropädiater, ein Kinderkardiologe sowie ein Kinderchirurg sind 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr verfügbar. Alle im Perinatalzentrum beschäftigten Oberärzte haben die Weiterbildung zum Neonatologen absolviert, zudem können mindestens 40 Prozent der Pflegekräfte auf der Kinderintensivstation die Fachqualifikation „Pädiatrische Intensivpflege“ vorweisen.


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Das Perinatalzentrum hält auf der Kinderintensivstation acht Intensivbetten sowie eine Überwachungsstation mit zwölf Betten vor. Es gibt zudem eine spezielle psychosoziale Elternberatung. Im weiteren Verlauf betreut die Entwicklungsneurologische Ambulanz des Helios Klinikums alle Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm sowie schwerkranke Neugeborene.

