Pforzheim. Pforzheim. Mit einem leckeren Stück geräucherter Forelle aus dem Angebot von Hans-Joachim Haegele und seinem Bruder Frank belegt, schmeckt auch der trockene TUC-Cracker ganz ausgezeichnet. „Es würde mich freuen, wenn jeder mal eine Forelle probiert und bei uns einkauft, dass auch genügend Geld zusammen kommt, damit man vielen Leuten helfen kann“, sagt Hans-Joachim Haegele, der neben vielen anderen motivierten Helfern an diesem Samstag beim Herbstfest für die PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ hinterm Verkaufstresen steht. Die kleinen Probierhappen verfehlen ihre Wirkung nicht: Bei vielen Besuchern finden die feinen Fische reisenden Absatz.
Direkt daneben ist die Deutsch-Rumänische-Gesellschaft mit den deftig dampfenden Krautwickeln am Start. Mit einer Scheibe Brot oder noch mehr Kraut ein zünftiges Frühstück und eine Grundlage für den weiteren Tag. Als Nachtisch schmeckt gleich hinterher ein Stück Kuchen aus dem reichhaltigen Buffet der Marktfrauen.

„Das Herbstfest ist eine jahrelange Tradition, die wir bewahren und unterstützen, weil hier Ehrenamtliche, Vereine und die Marktbeschicker Produkte für einen guten Zweck verkaufen. Wir wissen, dass wir dadurch Projekte in unserer Region unterstützen und gleichzeitig rumänische Spezialitäten bekannt machen können“, beschreibt die Vorsitzende Oana Krichbaum das Engagement der fleißigen Mitglieder. „Unsere Damen machen die Krautwickel, das ist keine ganz leichte Arbeit. Jede Frau, die welche machen kann, bringt einen Topf mit“, sagt Krichbaum, deren 89-jähriger Vater ebenfalls fleißig an der Produktion beteiligt war.
Für die Spezialitäten gibt es mittlerweile viele Stammkunden, so wie Iris Guldan, die mit ihrem Ehemann extra wegen der Krautwickel kommt. Gut beraten ist auch, wer zeitig kommt, denn irgendwann waren alle Wickel verkauft und in der Kasse fanden sich stolze 1555,40 Euro für die gute Sache.
Thomas Salewski, erster Vorstand vom Verein der Marktbeschicker, weist bei seiner Begrüßungsrede auch gleich auf den riesigen Topf mit Kürbissuppe hin, frisch gekocht von seiner Tochter. „Wir kommen jeden Samstag zum Wochenmarkt und natürlich besonders gerne zum Herbstfest“, sagt Besucherin Uta Lenz, die mit Freunden eine Suppe genießt.

Etwas passendes zur Kürbiszeit gibt es ebenfalls am Stand von Metzgerei Kübler. „Wir sind ein Familienbetrieb aus Engelsbrand seit 1928. Alles stammt aus eigener Produktion, wie die hausgemachten Würste. Wir sind seit Ostern auf dem Wochenmarkt. Für die aktuelle Aktion entstanden die Kürbismaultaschen“, erzählt Jasmin Gehrig.
Gegenüber brutzelt Gabriel Gabriel Jivanov mit seiner Frau Larissa Würste und Fleischkäse, der auf Wunsch mit besonders vielen Zwiebeln garniert wird. Für das Fest spendet er jedes Jahr Saft und Sekt. Das passende Brot zu Krautwickeln oder Suppe ist ebenfalls eine Spende, zur Verfügung gestellt von Backwaren Domenico Vulcano, kurz „Mimo“.

Thomas Satinsky, geschäftsführender PZ-Verleger, wollte seine Ansprache kurz halten, nach einem tief empfundenen „Danke“ sollte das Mikrofon gleich weiterreisen. Dann präzisierte er jedoch: „Danke im Namen von ‚Menschen in Not.“ Danke an alle, die sich in irgendeiner Form beteiligen, die großartige Arbeit leisten für unsere Organisation.


