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Hat mit seiner Idee zum „aufgeschobenen Kaffee“ und weiterer Sachspenden für Bedürftige eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst: Michael Seibel mit Enkel Lias vor seinem Nordstadtkiosk an der Anshelmstraße. Foto: Meyer
Hat mit seiner Idee zum „aufgeschobenen Kaffee“ und weiterer Sachspenden für Bedürftige eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst: Michael Seibel mit Enkel Lias vor seinem Nordstadtkiosk an der Anshelmstraße. Foto: Meyer
Auch am Lokal „Chez Alex“ an der Holzgartenstraße hängt inzwischen ein Hinweisschild auf die Aktion, die weitere Nachahmer findet.
Auch am Lokal „Chez Alex“ an der Holzgartenstraße hängt inzwischen ein Hinweisschild auf die Aktion, die weitere Nachahmer findet.
28.12.2017

Hilfe für Bedürftige: Kaffeekunden legen was drauf

Pforzheim. Mal ehrlich: Das Schönste an den meisten Trends ist doch, dass sie rasch wieder aus der Mode kommen. Von diesem Trend aber wünscht man, er möge ewig währen. Denn auch in Pforzheim gibt es seit Neuestem das, was in Italien „Caffè sospeso“ heißt. Der „aufgeschobene Kaffee“ ist eine schöne Geste von Kunden, die Bedürftigen zu ein wenig Genuss verhelfen.

Da sein Vater Italiener ist, weiß Michael Seibel um die wohltätige Tradition. Doch es war Stefanie Seibel, die Tochter des Betreibers des Nordstadtkiosks an der Anshelmstraße, die die hiesige Aktion ins Rollen brachte. Ein TV-Beitrag hatte sie dazu animiert. „Das hat sie so fasziniert“, berichtet Michael Seibel. Innerhalb einer Stunde habe die Tochter ihren Gedanken in die Tat umsetzte. Via Facebook teilte sie mit, dass man an diesem Kiosk ab sofort Gutes tun kann – und löste eine kleine Welle der Hilfsbereitschaft aus.

Und so geht’s: Kunden bezahlen beim Kauf ihrer eigenen Waren etwa einen Kaffee, eine Brezel oder ein belegtes Brötchen mit, ohne dies selbst zu konsumieren. Auf die Spende können dann andere zurückgreifen, die sich so etwas sonst nicht leisten könnten.

„Toll, dass es sofort anläuft“, sagt Michael Seibel. Gleich gestern, nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung des Aufrufs, überschlugen sich förmlich die Reaktionen. In Kommentaren auf Facebook fragten Kunden nach, wie sie genau helfen können, und sagten ihre Unterstützung zu. Auch Kollegen reckten spontan die Daumen. „Dann schließen wir uns an“, schrieb etwa Sandra Liebetruth, die das „Chez Alex“ an der Holzgartenstraße führt. An dem Lokal prangt inzwischen ein Plakat, das auf die Aktion hinweist. Auch das Team vom „Café Roland“ im Alfons-Kern-Turm – obschon gerade in der Winterpause – teilte über Facebook mit, ab der Wiedereröffnung am 5. Januar mit im Boot zu sein.

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pforzheimer007
29.12.2017
Hilfe für Bedürftige: Kaffeekunden legen was drauf

schön zu lesen + klasse idee... mehr...

Schrader
29.12.2017
Hilfe für Bedürftige: Kaffeekunden legen was drauf

[QUOTE=pforzheimer007;292758]schön zu lesen + klasse idee...[/QUOTE] Stimmt! Eine klasse Idee, um alte Brötchen und Brezeln nicht entsorgen und somit abschreiben zu müssen. :rolleyes: mehr...