Pforzheim. Einmal mehr haben Constanze Mürle und ihr in Pforzheim ansässiger Hilfsverein „Romanian Roots“ mit einem Lastwagen eine große Ladung Hilfsgüter ins rumänische Brasov gebracht – dabei war die Spendenbereitschaft so groß, dass gar nicht alles auf einmal mitgehen konnte und der Verein womöglich weitere Sachspenden mit der Hilfe einer befreundeten Organisation transportieren wird, wie Constanze Mürle der PZ berichtet.
Die Pforzheimerin mit rumänischen Wurzeln – darauf spielt der Vereinsname an – hat den Verein gegründet, nachdem sie 2010 das Hilfswerk „Firm Foundations Romania“ kennengelernt hat. Es setzt sich in Brasov (Kronstadt) vor allem für verlassene Kleinkinder ein, begleitet Jugendliche in schwierigen Verhältnissen und steht ausgegrenzten Familien in Roma-Dörfern zur Seite.
Für ihren jetzigen Transport war noch vor Anmeldeschluss eine überwältigende Anzahl von 1400 Bananenkisten (viel Baby-und Kinderkleidung) von den Unterstützen per Mail angekündigt worden, anhand einer detaillierten Liste, was gebraucht und erwünscht ist, wie Mürle berichtet, die sich dafür an rund 800 Adressaten wenden kann. „Und Anmeldung ist dann auch dringend erforderlich für meinen Überblick“, erläutert sie. Es sei ihr aber rasch klar geworden, dass nicht alle Sachspenden in den großen Truck passen.
„Viele Kinderwagen, Bettchen, Roller, Räder, Rollstühle, Laufställe, Wippen, Sitz, sperrigere Dinge eben als Bananenkisten, mussten unbedingt mit eingepackt werden.“

Dringend benötigte Windeln
Zusätzlich habe „Romanian Roots“ kurzfristig die Möglichkeit gehabt, sehr günstig Windeln zu kaufen, wie sie im Kinderkrankenhaus Brasov dringend benötigt würden. „So gingen 1000 Stück mit auf den Weg, die auch ihren Ladeplatz gebraucht haben“. Hinzu kamen noch viele andere Hygieneartikel wie Seifen, Zahnpasta, Shampoo und für Schüler uns Kindergartenkinder noch beachtliche Mengen an Malstiften, Papier und Bastelbedarf. „Ich bin jedes Jahr sehr beeindruckt, wie groß die Spendenbereitschaft ist. Nicht selten wird nachgefragt, wie man sinnvoll noch halbleere Kisten mit Zugekauftem befüllen könnte“, sagt Constanze Mürle. Nun müssten rund dreihundert Kisten, die nicht mehr hinein gepasst haben, auf zweitem Weg nach Rumänien.
Aber das ist nicht das erste Mal. Lösungen durch ein tolles Netzwerk mit anderen Rumänienhilfen haben hier schon mehrfach wertvoll geholfen, „Überschuss“ zu einem bisschen späteren Zeitpunkt an den Bestimmungsort zu bringen. Der nächste Transport von „Romanian Roots“ ist im nächsten Frühjahr geplant.

