Pforzheim. Produkte und Rohstoffe sollen möglichst langlebig sein und im besten Fall zu einem Großteil recycelt werden – so das zentrale Ziel der Kreislaufwirtschaft. Dabei stehen der Schutz von Mensch und Umwelt, die Schonung der natürlichen Ressourcen und der Klimaschutz im Vordergrund. Mit diesen Themen beschäftigte sich der 15. DGAW-Wissenschaftskongress, der vom 24. bis 25. Februar an der Hochschule Pforzheim stattfand.
Der Gründer der Veranstaltungsreihe, Professor Dr. Gerhard Rettenberger, eröffnete den zweitätigen Kongress gemeinsam mit dem diesjährigen Gastgeber der Hochschule Pforzheim, Professor Jörg Woidasky. Die Hochschule verwandelte sich in einen kreativen Treffpunkt für junge Forschende der Kreislauf- und Abfallwirtschaft. In Vorträgen, Impulsen und Diskussionen präsentierten Promovierende und Postdoktoranden aus dem deutschsprachigen Raum ihre aktuellsten Forschungsergebnisse – von praxisnahen Fortschritten in der Recycling-Sortiertechnik über KI-gestützte Materialtrennung für Wertstoffe hin zu nachhaltigen Geschäftsmodellen und Strategien zur Abfallvermeidung.


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Der Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft zeigte deutlich: Die Zukunft der „Circular Economy“ wird von neugierigen Nachwuchstalenten gestaltet. Vertreter von Hochschulen aus Deutschland und Österreich und zahlreichen Unternehmen und Kommunen, diskutierten mit den Nachwuchsforschenden über Umsetzbarkeit, Herausforderungen und konkrete Anwendungen ihrer Projekte. So entstanden Impulse, die weit über den Kongress hinaus wirken werden.


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Poster-Ausstellung
Neben den 20 Vorträgen rundete eine wissenschaftliche Poster-Ausstellung, in der die Forschenden ihre Arbeiten vorstellen und mit Interessierten direkt ins Gespräch kommen konnten, das Event ab. Leon Deterding, Student der Hochschule Pforzheim, überzeugte dabei die Jury mit seinem Thema „Ökobilanz und Kreislaufwirtschaft im Kunststoffrecycling: Vergleichende Bewertung eines innovativen Einschritt-Sortierverfahrens Sort4Circle“ und belegte den dritten Platz. Den ersten Platz belegte Ronja Strobel von der Leibniz Universität Hannover, den zweiten Platz erlangte Fabian Rüttnauer von der RWTH Aachen.
Professor Jörg Woidasky, Direktor der Forschungsstelle Kreislaufwirtschaft im Gesundheitswesen an der Hochschule Pforzheim, zeigt sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen: „Der Kongress hat deutlich gemacht, wie wichtig die Forschung im Bereich Abfall- und Kreislaufwirtschaft ist.“



