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Komplexe Themen spannend aufbereitet: Prorektor Hanno Weber (links) überreicht dem Wirtschaftswissenschaftler Torben Kuhlenkasper für seine lebendigen Statistikveranstaltungen den Hochschullehrpreis. Foto: Privat
Komplexe Themen spannend aufbereitet: Prorektor Hanno Weber (links) überreicht dem Wirtschaftswissenschaftler Torben Kuhlenkasper für seine lebendigen Statistikveranstaltungen den Hochschullehrpreis. Foto: Privat
18.11.2016

Hochschule Pforzheim prämiert am Dies Academicus hervorragende Leistungen

Pforzheim. Gleich drei Kategorien von Auszeichnungen hat die Hochschule Pforzheim am Abend des Dies Academicus vergeben: Mit dem Perspektivenpreis würdigte die Einrichtung erstmals Personen, „die sich um die Weiterentwicklung und Umsetzung der Hochschulstrategie in besonderer Weise verdient gemacht haben“, so Rektor Ulrich Jautz.

Die Professoren Frank Bertagnolli, Claus Lang-Koetz und Bernhard Kölmel sowie die IT-Expertinnen Claudia Scheel und Sandra Neuner begeisterten die Jury mit ihren Blended-Learning-Modulen, die innerhalb von acht Monaten umgesetzt wurden. Blended Learning beschreibt die Verknüpfung der Stärken von Präsenzveranstaltungen mit digitalen Angeboten. Hierfür haben die engagierten Hochschulmitarbeiter zahlreiche Inhalte erstellt – vom Video bis zum Selbstevaluationstest.

Packende Statistik

Ebenfalls um hervorragende Leistungen in der Vermittlung von Inhalten drehte sich die Verleihung des Hochschullehrpreises. Der Professor für Quantitative Methoden Torben Kuhlenkasper hatte von Studierenden wie Kollegen nur Bestnoten für seine Statistik-Veranstaltungen erhalten. „In der Regel löst das Fach Quantitative Methoden bei den Studierenden nur verhaltene Freude aus“, kommentierte Prorektor Hanno Weber die überraschenden Äußerungen der Studierenden. „Wer in diesem Fach so überzeugt, hat nicht nur ein hervorragendes Fachwissen, sondern kann dieses auch sehr gut vermitteln“, so der Prorektor .

Für exzellente Forschung standen fünf Preise in vier Bereichen an. Beim Verbraucherschutz fiel die Wahl auf Professor Tobias Brönneke. Der Wirtschaftsrechtler überzeugte mit seinen zahlreichen Fachpublikationen sowie Aktivität in verschiedenen Gremien. In der Kategorie Mitarbeiter war der Jury die Entscheidung offenbar besonders schwergefallen. Die eingereichten Projekte für den Forschungspreis erwiesen sich als so hochkarätig und überzeugend, dass erstmals zwei Mitarbeiter prämiert wurden. Oliver Maier für das Projekt „Bike Safe“ in der Fakultät für Technik sowie Heidi Hottenroth vom Institut für Industrial Ecology, die sich mit ganzen oder Teilaspekten von Produktlebenszyklen beschäftigt. Transportation-Design-Masterstudent Jan Kaupa konnte mit einem Gefährt punkten, das höhenverstellbar und gegebenenfalls auch auf zwei Ebenen nutzbar ist. Hochinnovativ fiel die Abschlussarbeit des Ingenieurs Samuel Steeb aus.

Er nahm sich die Natur zum Vorbild, kopierte deren Bauweise für sein Produkt und rechnete über 8000-mal dessen technischen Daten durch, bevor er so zu einem Einsparpotenzial von 50 Prozent kam.