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Er ist gold und blau und hört auf den Namen RSP21 Sapphire: der Rennwagen der Rennschmiede Pforzheim.  Foto: Stöber 

Hoffen auf Hockenheim: Rennschmiede Pforzheim mit neuem Rennwagen

Pforzheim. Die Formula Student Electric (FSE) – im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen – findet wieder statt. Mit dabei: die Rennschmiede der Hochschule Pforzheim. Erstmals gehen die Studierenden mit einem E-Boliden an den Start. Obwohl das Virus jede Menge Herausforderungen mit sich brachte, hielt das Team den eng gesteckten Zeitplan und präsentierte das Konzept des Rennwagens – wenn auch online. Umfangreiche Unterstützung kommt vom Unternehmen Stöber: Die Antriebsspezialisten lieferten Getriebe, Motoren, Antriebsregler und jede Menge Know-how.

In den Farben Gold und Blau ist er gehalten und hört auf den Namen RSP21 Sapphire. RSP steht für Rennschmiede Pforzheim, eine Initiative der Hochschule, die jedes Jahr mit einem selbst entwickelten Rennwagen an der Formula Student teilnimmt.

Viele Jahre konnte das Team auf den großen Rennstrecken dieser Welt mit ihren mit Verbrennungsmotor ausgestatteten Boliden Erfolge feiern. 2019 wechselte das Rennteam in die anspruchsvollere FSE und entwickelte schon für das vergangene Jahr ein rein elektrisch angetriebenes Race-Car, für die Pforzheimer eine technische Herausforderung. Und dann kam auch noch die Corona-Pandemie.

Wettbewerb gestoppt

Die Studierenden mussten ihre Arbeit unterbrechen, der Wettbewerb wurde gestoppt. Das wird in diesem Jahr wohl nicht passieren. Doch das Virus erschwerte es dem Team, den eng gesteckten Zeitplan bis zur Präsentation Ende April einzuhalten – Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren machten Treffen schwierig. Doch sie haben es geschafft. Und das vor allem auch durch Unterstützung von Sponsoren und Partnern.

„Wir haben nicht nur erstklassige Antriebskomponenten geliefert, unsere Ingenieure greifen dem Team zudem mit sehr viel Know-how unter die Arme“, sagt Florian Dreher, der die Studierenden seitens der Firma Stöber in Sachen Getriebemotoren betreut. Fahrzeuge stattet der Spezialist mit seinen Lösungen in der Regel nicht aus. „Deswegen modifizierten wir zusammen mit den Kollegen aus den jeweiligen Entwicklungsbereichen die Motoren und die Antriebsregler ein bisschen“, ergänzt Stephan Scholze, Leiter des Management Centers Elektronik. Nun geht es darum, den Rennwagen fit für die Qualifikation des finalen Rennens zu machen. Denn die FSE ist ein Konstruktionswettbewerb, bei dem Experten die Teams in Bezug auf Konzept, Planung und Fahrzeug bewerten. Da alle Boliden Prototypen sind, müssen sie eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen und Regeln einhalten. Ob die Rennschmiede in Hockenheim antreten darf, um zu zeigen, dass ihr etwa 230 Kilogramm schwerer Sapphire auch fahrtüchtig ist, entscheidet sich vor Ort. Aktuell befindet sich die Rennschmiede noch auf der Warteliste. Sicher ist dagegen im Rahmen der Formula Student die Teilnahme auf dem FS Alpe Adria Event in Kroatien.