Pforzheim. Pünktlich zur Feierstunde zu „60 Jahre Wiederaufbau“ erstrahlte die Pforzheimer Schloßkirche am Freitagabend in neuem Glanz. Für jenen sorgten im Inneren auch zahlreiche prominente Gäste. So war Seine Königliche Hoheit Bernhard Prinz von Baden mit Prinzessin Stephanie angereist, um die Festrede zu halten. Seit dem späten Mittelalter hatte sich auf dem Schloßberg die Residenz seiner Vorfahren befunden. Viele von ihnen haben hier ihre letzte Ruhe gefunden.
Seine Königliche Hoheit tauchte gemeinsam mit den rund 200 Anwesenden in die Vergangenheit ein. Das „steinerne Geschichtsbuch“ war beim Luftangriff am 23. Februar 1945 bis auf die Grundmauern zerstört worden. Elf Jahre lang war daraufhin „der Baukran das Wahrzeichen der Schloßkirche“ gewesen, wie Pfarrerin Heike Reisner-Baral in ihrer Begrüßungsrede betonte.
Laut dem adligen Festredner war der Wiederaufbau jedoch keinesfalls „nur die Rettung eines historischen Denkmals“. Er vereine vielmehr „bedeutende Vergangenheit, lebendige Gegenwart und hoffnungsfrohe Zukunft“. Und an jener Zukunft hat man hier in den vergangenen drei Jahren bereits intensiv gearbeitet und die Fassade instand gesetzt. Damit nicht genug: Wie berichtet, kann von Oktober an auch das Kircheninnere zeitgemäß gestaltet werden. Als „städtebauliches Juwel“ bezeichnete OB Peter Boch das Gotteshaus in seinem Grußwort. „Bei allen Planungen der Stadt gilt es, im Blick zu haben, dass die Schloßkirche einen wesentlichen Beitrag dazu leisten kann, die Innenstadt noch attraktiver zu machen“, betonte er.
Musikalisch rundete das Violin-Duo des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim, Cornelia Lörcher-Breuninger und Friedemann Breuninger, die Feierstunde stimmungsvoll ab. Damit auch die Steinmeyer-Orgel den Raum noch lange mit ihren Klängen erfüllen kann, braucht es erneut Unterstützung aus der Bürgerschaft.
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