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In einer nächtlichen Aktion wurde daraus dann die „schwarze Villa“, ein Kunstprojekt des Pforzheimers Andreas Sarow. Foto: Sarow

Hohes Bußgeld droht: „Schwarze Villa“ bringt Andreas Sarow vor Gericht

Pforzheim. Er weiß, wie man für Aufsehen sorgt: der Pforzheimer Künstler Andreas Sarow. Am Freitag feiert sein Projekt „Das bedrohte Haus“ im Rodgebiet Finissage. Immer wieder waren seine Inszenierungen kontrovers diskutiert worden. Die „schwarze Villa“, Friedenstraße 103, die er im Sommer 2015 über Nacht schwarz eingefärbt hatte, könnte ihm jetzt zum Verhängnis werden.

Interview mit Andreas Sarow zum "bedrohten Haus"
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Interview mit Andreas Sarow zum "bedrohten Haus"

Das bedrohte Haus Andreas Sarow 01
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"Das bedrohte Haus" - Die Enstehung eines Kunstprojekts

Kommende Woche Freitag, 20. April, steht der 43-Jährige wegen einer Ordnungswidrigkeit vor dem Pforzheimer Amtsgericht. Aber auch in diesem Fall weiß er, wie man sich verkauft: „Ich würde für meine Überzeugung für die Kunst in den Knast gehen“, zeigt er sich kämpferisch gegenüber der PZ. Er findet: „Kunst braucht keine rechtliche Auseinandersetzung.“ Andreas Sarow habe das Kulturdenkmal im Rodgebiet „ohne Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde in seinem Erscheinungsbild beeinträchtigt“, indem er sämtlichen von der Straße aus sichtbaren Teilen wie Wände, Fenster, Tür und Dach einen monochromen Farbanstrich verpasst habe, zitiert die Leitende Oberstaatsanwältin Sabine Mayländer aus der Anklageschrift. „Das Vorhaben wurde weder beantragt, noch wäre es genehmigungsfähig gewesen“, fügt sie hinzu.

Ursprünglich war ein Bußgeld in Höhe von 50.000 Euro festgesetzt worden. Der Bescheid erreichte Sarow bereits Ende 2015. Er legte Einspruch ein. Daraufhin landete das Verfahren bei der Staatsanwaltschaft. Nimmt Sarow den Einspruch nicht zurück, könnte es am Ende sogar teurer für ihn werden: Der Bußgeldrahmen liegt laut Mayländer bei 250.000 Euro. In schwerwiegenden Fällen könnten gar bis zu 500.000 Euro drohen.

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