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Das Grundmodul fürs Hallenbad sieht neben dem 25-Meter-Becken noch vier weitere Wasserflächen vor.
Das Grundmodul fürs Hallenbad sieht neben dem 25-Meter-Becken noch vier weitere Wasserflächen vor.
Am südlichen Rand der Wartbergbad-Fläche könnte dass Hallenbad gebaut werden. Foto: Ketterl/Archiv
Am südlichen Rand der Wartbergbad-Fläche könnte dass Hallenbad gebaut werden. Foto: Ketterl/Archiv
07.12.2016

In Pforzheim droht eine lange Zeit ohne ein großes Hallenbad

Pforzheim. In Anlehnung an einen alten Werbe-Spruch: Da weiß man, was man hat – im Emma-Jaeger-Bad: Rutsche, beheiztes Außenbecken, Sauna. Spätestens Ende 2018 soll dies alles Geschichte sein – denn wenn es nach dem grundsätzlichen Willen des Gemeinderats und den Vorstellungen des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB), basierend auf einem Bäderkonzept von Constrata Concept (Bielefeld), geht, haben weder eine Ertüchtigung des maroden Volksbads, als das es konzipiert war, noch ein Neubau an gleicher Stelle eine Chance. Sondern ein Hallenbad-Zubau auf dem 60.000-Quadratmeter-Areal des Wartbergbads im Norden der Stadt. Knapp 19 Millionen Euro soll das kosten.

Doch ist dann alles im neuen Kombi-Bad drin, was im alten „Emma“ zur schönen Gewohnheit geworden ist? Es komme darauf an, was der Gemeinderat bereit sei, finanziell zur Verfügung zu stellen, so EPVB-Chef Bernd Mellenthin auf PZ-Anfrage. Es ist wie beim Autokauf: Die Basis-Version ist eine Sache – die Zusatzausstattung eine andere. Und jedes Modul, das Constrata in den Raum stellt, ist ein Extra, das nett – aber teuer wäre.

Was den Besuchern des siechenden Emma-Jaeger-Bads – regelmäßig wird es ein Monitoring geben, um die kritischen Stellen wie Decke mit Spannbetonbindern, die Holzträger (Sole-Bereich) und das Schwimmerbecken zyklisch zu überprüfen – besonders auf den Nägeln brennt: Wenn das alte Bad geschlossen wird und das neue Bad noch nicht fertiggestellt ist – wird es dann zu einer Vakanz kommen? „Eine solche Durststrecke ist möglich“, sagt Mellenthin. Mit Blick auf die noch ausstehende politische Grundsatzentscheidung, die Feinplanung, die Vergabe der Bauarbeiten und den tatsächlichen Bau sei es realistisch, von einer Vakanz auszugehen, sagt der Bäder-Chef. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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