Oberderdingen. Zum 19. Mal verlieh die Heinrich-Blanc-Stiftung den gleichnamigen Förderpreis für herausragende Studienarbeiten. Im Rahmen eines Festaktes im Blanco Brand Experience Center in Oberderdingen wurde die Bachelor-Thesis von Leon Kast aus dem Fachbereich Industrial Design der Hochschule Pforzheim mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Die Jury, bestehend aus Frank Straub (Stiftungsvorstand), Marc Stoffel (Stiftungsvorstand), Manuel Blanc (Stiftungsrat), Ragnar Jehle (Vice President / Head of Global Products, BLANCO) sowie Professorin Cosima Striepe und Professor Manuel Aydt von der Hochschule Pforzheim, würdigte die Arbeit mit dem Titel „KinAid – more than just a crutch“ mit 5000 Euro.
Leon Kast stellt in seiner Abschlussarbeit eine Unterarmgehstütze vor, die im Vergleich zu herkömmlichen Krücken ein dynamischeres und kraftsparenderes Gehen ermöglicht. Durch ihre spezifische Gestaltung speichert die Stütze beim Aufsetzen Energie und gibt diese im weiteren Bewegungsablauf wieder ab.
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Für Absolvent Leon Kast gab eine persönliche Erfahrung den Ausschlag für die Idee: „Durch einen Unfall war ich mehrere Monate auf Unterarmgehstützen angewiesen. Ich empfand bestehende Lösungen als unzureichend, weil sie mit einer hohen körperlichen Belastung einhergehen. Mit „KinAid“ wollte ich für Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, eine spürbare Erleichterung im Alltag schaffen.“ Dabei blieb es nicht bei Skizzen auf dem Rechner. Erste Prototypen entwickelte der Industriedesigner, der auch eine Schreinerlehre absolviert hat, selbst. Um die innovative Gehhilfe zur Marktreife zu führen, gründete er bereits ein Unternehmen und engagiert sich damit für die Vermarktung des Produkts.
Mit einem Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro zeichnete die Jury die Semesterarbeit von Jonathan Müller aus. Er beschäftigte sich mit dem Verfahren „Incremental Sheet Metal Forming“, mit dem komplexe 3D-Formen ohne teure Spezialwerkzeuge angefertigt werden können.
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Stiftungsvorstand Frank Straub zeigte sich beeindruckt von der Bandbreite der eingereichten Arbeiten: „Wir haben dieses Mal ganz bewusst Arbeiten ausgezeichnet, die an beiden Enden des Anwendungsspektrums stehen: ‚KinAid‘ als Produkt, das es hoffentlich in den Alltag der Menschen schaffen wird und ‚Incremental Sheet Metal Forming‘ als industrielle Anwendung, die einen wirtschaftlichen Nutzen für Unternehmen hat“, so Straub. „Wir wünschen beiden Designern und allen, die sich mit ihren Arbeiten beworben haben, viel Erfolg auf ihren weiteren Weg.“ pm

