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Über die ablehnende Haltung gegenüber Sinti und Roma sprach in der Volkshochschule Jovica Arvanitelli.   Molnar
Über die ablehnende Haltung gegenüber Sinti und Roma sprach in der Volkshochschule Jovica Arvanitelli. Molnar
25.09.2015

Interkulturelle Woche: „Zigeuner“ schon seit Jahrhunderten Schimpfwort

Pforzheim. Diebstahl und Wohnwagen – es gibt zahlreiche Klischees und Vorurteile gegenüber Sinti und Roma. Seit 600 Jahren leben sie bereits als Minderheit unter uns, überliefert wurden jedoch nur Fremdbilder – ein Thema, das mit Blick auf die Flüchtlingskrise nicht aktueller sein könnte.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche veranstalteten die Volkshochschule, das Forum Asyl Pforzheim und die Deutsch-Russische Gesellschaft Pforzheim und Enzkreis einen Vortrag über „Antiziganismus – eine Haltung unserer Gesellschaft zu Roma und Sinti“. Knapp 20 Zuhörer kamen ins vhs-Haus, darunter einige hiesige Roma.

Als Referent war der Leiter der Mannheimer Beratungsstelle für zugewanderte Roma eingeladen, Jovica Arvanitelli. „Es geht um dauerhafte und beständige Vorurteile gegenüber einer Gruppe“, übergab vhs-Direktor Philipp Salamon-Menger das Wort an den Gastredner, der 1991 selbst mit seiner siebenköpfigen Familie aus dem Kosovo geflüchtet war und in Deutschland Asyl beantragt hatte. Auf die aktuelle Situation ging er allerdings nur wenig ein: „Das wäre ein Extra-Vortrag“, so Arvanitelli. Auf Deutsch und in der Minderheitensprache „Romanes“ erklärte er zunächst den Begriff „Antiziganismus“. Dieser bezeichne eine von Vorurteilen und Stereotypen geprägte Haltung in der Gesellschaft, die Menschen als „Zigeuner“ stigmatisiert. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.