Schulamtsdirektorin Anja Bauer vom RP (rechts) machte sich ein Bild vom Unterricht mit Romja Katz, Jopvana Tagsalosvska, Randa Kassem, Bürgermeisterin Monika Müller und Schulleiterin Ulrike Kagerhuber (von links).
Pforzheim
Johanna-Wittum-Schule steht vor großen Herausforderungen
  • Nicola Arnet

Pforzheim. Sie ist eine der größten Bildungseinrichtungen der Stadt und vereinigt unter ihrem Dach sämtliche Schülerbiografien: Dass damit Stärken, aber auch Probleme verbunden sind, machte die Schulleiterin der Johanna-Wittum-Schule, Ulrike Kagerhuber, der Leitenden Schulamtsdirektorin im Regierungspräsidium Karlsruhe, Anja Bauer, bei ihrem Antrittsbesuch an der Bildungseinrichtung deutlich, die neben drei beruflichen Gymnasien, zwei Berufskollegs, vier Berufsfachschulen und mehreren Vorqualifizierungsklassen auch die Erzieher- und Altenpflegeausbildung anbietet.

„Wir schaffen es, dass Schüler, die von allen aufgegeben wurden, hier zu einem Abschluss und einer Ausbildung kommen“, sagt Kagerhuber, die stolz auf die Schule und die Leistungen des Kollegiums ist. Gleichwohl machten sie und ihre Abteilungsleiterinnen deutlich, dass die 1300 Schüler zählende Schule mit großen Herausforderungen konfrontiert ist. Egal ob Berufsfachschule, berufliches Gymnasium oder bei der Altenpflegeausbildung: Die Lehrkräfte registrieren eine zunehmend uneinheitlichere Schülerschaft. Sprachdefizite, unterschiedliches Vorwissen oder persönliche Probleme machten es immer schwieriger, die jungen Leute auf ein einheitliches Lernniveau zu bringen. Auch psychische Probleme spielten häufiger eine Rolle – beispielsweise auch bei angehenden Erzieherinnen. In dieser Abteilung belastet die Schule zudem, dass sie trotz fehlenden Personalressourcen bei 20 bis 30 angehenden Erziehern beispielsweise aus privaten Schulen die Prüfungen abnehmen müssen

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