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In der östlichen Unterführung soll eine Kamera installiert werden – in der westlichen, bei den Fahrradboxen, sollen es zwei Kameras werden. Fotos: Ketterl 
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Ziele von Vandalismus in der östlichen Bahnhofsunterführung: Aufzug. . . 
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. . . die Toilettenanlage. Sie ist mehr geschlossen als geöffnet. 

Kameras in Bahnhofsunterführungen sollen abschrecken und aufklären

Pforzheim/Enzkreis. Noch prüft der Datenschutzbeauftragte der Stadt die gesetzlichen Vorgaben – doch es ist davon auszugehen, dass die Prüfung ergibt: In den Bahnhofsunterführungen kann, darf und wird Videoüberwachung installiert werden.

Kann Videoüberwachung in den Pforzheimer Bahnhofsunterführungen für mehr Sicherheit sorgen?
71%
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Seit Jahren wird das Thema diskutiert. Jetzt wird es erstmals konkret. Warum?

Die CDU hatte ihre Zustimmung zum Haushalt an die Forderung geknüpft, 750 000 Euro für ein Sicherheitskonzept bereitzustellen – unter anderem für eine Überwachung durch Videokameras. Mehrere Sitzungen zum Thema „Sicheres Pforzheim“ hatten erbracht: Videoaufzeichnungen sind ein Baustein für ein sichereres und sauberes Pforzheim .

Wo und wann sollen die Kameras installiert werden?

Zwei in der westlichen, eine in der östlichen Bahnhofsunterführung, um sowohl Fahrradboxen als auch Toiletten im Blick zu haben, allerdings nicht verbunden mit der Polizei, um in Echtzeit eingreifen zu können – sondern als Abschreckung beziehungsweise Beweisdokumentation oder zur Fahndung. In diesem Monat, so der städtische Pressesprecher Philip Mukherjee, sollen in der westlichen Unterführung zwei Kameras, in der östlichen Unterführung bei den Toiletten eine Kamera installiert werden.

Wie sieht es im Enzkreis aus?

Auch im Remchinger Gemeinderat kam das Thema kürzlich wegen mutwilliger Zerstörung auf den Tisch. Auch dort geht es um das Bahnhofsgelände sowie die Unterführung. Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon bremste den Enthusiasmus einzelner Gemeinderäte jedoch aus. Der Verwaltung seien die Hände gebunden. Jede Gemeinde warte auf eine Richtungsentscheidung des Landes. Beschlossene Sache ist hingegen in Neuenbürg, dass die Stadt zum Start der Saison 2018 am Freibad Kameras mit Bewegungsmelder anbringt. Diese werden nach Angaben von Bürgermeister Horst Martin nur Aufnahmen außerhalb der Öffnungszeiten machen. So will sich die Stadt vor Vandalismus schützen.

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