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Was wie Kanonenkugeln aussieht, sieht natürlich nur so aus. Bei diesen ,Kanonenkugeln' handelt es sich um Deckenschalungselemente für den Westflügel.
"Kanonenkugeln" machen Betondecken leichter © Frei
18.02.2011

"Kanonenkugeln" machen Betondecken leichter

PFORZHEIM. Was wie Kanonenkugeln aussieht, sieht natürlich nur so aus. Und es sind auch keine Bälle, die da zu Hunderten, ja zu Tausenden seit geraumer Zeit auf der Baustelle für das neue Hilda-Gymnasium gelagert sind und Passanten ins Grübeln bringen. Auch die Nachfrage beim städtischen Gebäudemanagement hat zunächst wenig Erhellendes gebracht: „Bei den ,Kanonenkugeln' handelt es sich um Deckenschalungselemente für den Westflügel“, lautete die Antwort.

Mit dem Hinweis, das müsse der Fachmann, in diesem Fall der Tragwerkplaner, erklären. Und der wies schließlich unter anderem darauf hin, dass über der künftigen Aula des Hilda-Gymnasiums beim Betonieren der Decke , um deren Gesamtlast zu mindern, Hohlkörper eingebaut werden – in diesem Fall als weltweit patentierte Methode mit aus Kunststoff recycelten Kugeln, die einen Durchmesser von 27 Zentimetern haben. Auf diese Weise kann nicht nur das Gewicht der Decken um bis zu einem Drittel vermindert werden. Dadurch, dass weniger Beton und Stahl verwendet werden muss, verkürzt sich nicht nur die Bauzeit, es fallen auch weniger Kosten an.