Pforzheim. Seit vielen Jahren war es die Katholische Seelsorgeeinheit Pforzheim mit ihren zehn Gemeinde gewohnt, sich am 1. Januar im Gasometer zu treffen. Während im vergangenen Jahr alle Gottesdienste abgesagt waren, konnte die Zusammenkunft am Weltfriedenstag auch in diesem Jahr pandemiebedingt nicht am gewohnten Ort stattfinden.
Die Gläubigen wichen deshalb am Samstag in die Franziskuskirche aus. Das Lied „Von guten Mächten treu und still umgeben“, den Text verfasste Dietrich Bonhoeffer, bildete den Einstieg. Der Leiter der Katholischen Kirchengemeinde Pforzheim, Pfarrer Georg Lichtenberger, freute sich über die gute Resonanz, bedauerte aber, dass es wieder nicht möglich war, sich im Gasometer zu treffen, wies auf den Weltfriedenstag hin und wünschte allen ein buntes, lichtes sowie frohes Jahr 2022.
Christus ist gekommen, um zu heilen, stellte er als tröstliche Feststellung in den Raum, ehe er in seiner Ansprache die Hirten in den Mittelpunkt rückte, die damals keiner auf dem Schirm hatte und die trotzdem erste Botschafter des Kindes waren, das später die Menschen aufrüttelte und die Botschaft der Liebe verkündete. Die Hirten spürten, dass in diesem kleinen unscheinbaren Kind eine Kraft ausging, die sie berührte. Sie spürten Licht und Wärme so wie bei uns, wenn Menschen im Alltag erleben dürfen, dass ihnen Vertrauen, Hoffnung und Liebe entgegengebracht wird. Wir brauchen Orte, an denen wir diese Erfahrungen machen können, besonders jetzt, da durch die Pandemie Manches verwirrend ist. Wir brauchen einander, war daher das Credo des Pfarrers.
Die Francis Singer der Gemeinde St. Franziskus begleiteten unter ihrem Leiter Diethard Stephan Haupt mit passenden Gesängen den Gottesdienst in dem weihnachtlich geschmückten größten Gotteshaus der Katholiken.
Den Gottesdienst hielten der Leiter der Seelsorgeeinheit und stellvertretende Dekan Pfarrer Georg Lichtenberger, Vikar Pater Maria Arokiados Antonraj SdC und Vikar Dominik Albert gemeinsam.
Am Ende des Gottesdienstes wünschte sich Pfarrer Georg Lichtenberger, dass es bald wieder möglich sei, ein pulsierendes Gemeindeleben zu erleben, bei dem sich auch die einzelnen Gruppen wieder zusammenfinden können. Er wies auf die Sternsingeraktion hin, die auch in diesem Jahr pandemiebedingt angepasst wurde. Die Anmeldezettel dafür liegen in den Kirchen aus. Am Sonntag, den 9. Januar, um 18 Uhr findet zudem ein ökumenischer Taize-Zoom-Gottesdienst mit dem Thema „Corona und der Turm zu Babel“ statt. Die Anmeldung erfolgt über info@communio-pforzheim.de. Die Leitung hat Roland Butscher und die Musik steuert Raphael Robacek bei.

