Pforzheim-Büchenbronn. Die geplante dezentrale Flüchtlingsunterkunft an der Johann-Heinz-Straße im Pforzheimer Stadtteil Büchenbronn wird bis auf weiteres nicht gebaut. „Die Realisierung des Standorts wird ausgesetzt“, gab Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler am Donnerstag in der Sitzung des Gemeinderats-Finanzausschusses bekannt.
Der Grund sind die weiterhin niedrigen Zuweisungszahlen, weswegen das Rathaus im Frühjahr bereits entschieden hatte, die Flüchtlingsunterkunft an der Julius-Naeher-Straße nicht zu bauen. Diese war wegen des engen und ungünstigen Bauplatzes in der Nachbarschaft deutlich umstrittener gewesen als die Johann-Heinz-Straße, gegen die es aber auch Proteste gegeben hatte.
Die einzigen im Moment noch geplanten der einst 14 dezentralen Unterkünfte, auf die die Stadt Pforzheim 2015 zur Bewältigung des immensen Flüchtlingszuzugs gesetzt hatte, befinden sich am Schoferweg in der Südoststadt und am Holderweg auf dem Buckenberg. Seit Jahresbeginn sind Pforzheim monatlich zwischen fünf und 13 Menschen überwiegend aus Afrike als Flüchtlinge zugewiesen worden, auf dem Höhepunkt der Entwicklung waren es mehrere hundert. Aktuell leben rund 140 Menschen im vorläufigen Flüchtlingsstatus und 770 mit längerer Aufenthaltsberechtigung in Pforzheim.

