Pforzheim. Pforzheim. Wer am Donnerstagmorgen mit dem Auto von Stuttgart in Richtung Karlsruhe auf der Autobahn 8 unterwegs gewesen ist, hat mit Verzögerungen rechnen und viel Geduld aufbringen müssen. Wegen eines Auffahrunfalls zwischen Pforzheim-West und Karlsbad mit drei beteiligten Fahrzeugen hat sich nämlich ein Stau von rund zehn Kilometern Länge gebildet.
Wie ein Polizeichsprecher auf Nachfrage der PZ morgens mitteilte, wurden bei dem Unfall keine Personen verletzt. Allerdings mussten Überbleibsel der Fahrzeuge entsorgt und weil Betriebsstoffe ausgelaufen sind, die Fahrbahn nass gereinigt werden. Am Stauende haben sich darüber hinaus zwei Folgeunfälle ereignet, welche für einen weiteren Rückstau sorgten.
Aktuellen Informationen der Polizei zufolge hat sich der Unfall folgendermaßen abgespielt: Ein 43-jähriger Renault-Fahrer ist gegen 5.30 Uhr von Stuttgart in Richtungs Karlsruhe unterwegs gewesen, als er aufgrund einer kurzfristigen Unachtsamkeit auf den auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Sattelzug eines 68-Jährigen aufgefahren ist. Ein 61-jähriger Opel-Fahrer hat das Manöver von hinten beobachtet und konnte noch rechtszeitig abbremsen. Ein nachfolgender Mercedesfahrer im Alter von 52 Jahren hingegen reagierte zu spät und fuhr dem Opel hinten auf. Infolge der Wucht des Aufpralls wurde der Opel nach vorne geschoben und stieß hierbei gegen den Renault.
35.000 Euro Schaden
Durch den Unfall entstand an den beteiligten Fahrzeugen ein Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 35.000 Euro. Die drei Autos wurden dabei so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Aufgrund der auf allen drei Fahrspuren verteilten Trümmerteile konnte der Verkehr lediglich auf der Standspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Hierdurch kam es zu erheblichen Staubildungen von bis zu zehn Kilometern Länge.
Rettungsgasse hat nicht funktioniert
Allerdings verzögerten sich die Aufräumarbeiten auch erheblich, da sowohl Einsatzfahrzeuge der Polizei, als auch die Fahrzeuge der Abschlepp- und Reinigungsdienste aufgrund der über weite Strecken nicht gebildeten Rettungsgasse nur schwer zur Unfallstelle gelangen konnten. Im stockenden Verkehr kam es zudem zu zwei kleineren Auffahrunfällen, bei denen aber ebenfalls keine Personen verletzt wurden.
Die Sperrung des linken Fahrstreifens konnte schließlich gegen 8 Uhr aufgehoben werden und die mittlere sowie die rechte Spuren waren nach Beendigung der Reinigungsarbeiten gegen 8.30 Uhr wieder befahrbar.

