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Prächtig geschmückt ist der Umzugswagen mit Blumenkönigin Svenja Rittmann, der an diesem festlichen Sonntag im Arlinger ein großes Gefolge gewiss ist. Foto: Tilo Keller
Heute muss keiner früh ins Bett: Mit Lampions ziehen Hunderte Kinder am Samstagabend durch die Straßen. Foto: Tilo Keller
Huckepack gibt’s auf der Arlingerstraße den besseren Überblick. Foto: Tilo Keller
Bei der „Nacht der 100.000 Lichter“ bewundern Veronika Bruch und Tochter Emily (3) aus Pforzheim bunte Lämpchen. Foto: Tilo Keller
Bunte Ketten und fröhliche Gesichter – das Motto, das die Arlinger-Clique gewählt hat, trifft die Stimmung ziemlich genau: „Der Arlinger, unser Paradies“. Foto: Tilo Keller
Bunte Gestalten: ein Hauch von „Loveparade“ in der Gartenstadt. Foto: Tilo Keller
Feiert mit: der künftige OB Peter Boch mit Frau Monika und Sohn Vincent. Foto: Tilo Keller
Der große Zusammenhalt zeichnet diesen Stadtteil aus. So wie hier Familie Becker und Freunde, feiern vor fast jedem Haus Grüppchen ihren Arlinger und den Sommer. Foto: Tilo Keller
09.07.2017

Kinder- und Blumenfest: Der Arlinger wird zum Paradies

Pforzheim. Im Stadtteil Arlinger hat gemütliches Feiern Tradition. Das ist beim 41. Arlinger Kinder- und Blumenfest wieder offensichtlich geworden. Zu den Höhepunkten gehörten die „Nacht der 100.000 Lichter“ mit Kinder-Lampionumzug am Samstag und der große Festumzug am Sonntag.

Bildergalerie: Arlinger Kinder- und Blumenfest verzaubert die Besucher

Wimpelgirlanden entlang der Gärten säumten nicht nur die Hauptverkehrsstraßen. In den Gärten waren fantasievolle Dekorationen zu entdecken, so dass die Besucher bei ihrem Spaziergang entlang der gesperrten Straßen in Richtung Festplatz viel zu sehen bekamen – Papierblumen, die aus Hecken wuchsen, riesige Plüschtiere, ein Piratenschiff, einige Märchen- und Filmfiguren und noch viel mehr. In Gärten, auf Balkonen, Terrassen, Garageneinfahrten oder einfach vor der Haustür kamen Menschen zusammen, um zu feiern. „Die Gemeinschaft und den Zusammenhalt kann man sehen“, sagte Sven Rittmann, stellvertretender Vorsitzender der Arlinger Gartenstadtgemeinschaft. „Das ist wie ein Lauffeuer, einer zündet das Feuer an, und bald brennt es lichterloh, symbolisch natürlich.“ Der warme Sommerabend bot den passenden Rahmen. Jörg Odenwald und seinen Gästen war es in der Feldbergstraße so warm, dass sie den Ventilator mit auf die Straße stellten. „Einfach die Tür aufmachen, und jeder, der reinkommt, kann sich etwas nehmen, so ist das hier im Arlinger“, erklärte Odenwald.

Je später der Abend, desto stimmungsvoller wurde es im Arlinger, denn überall leuchteten Kerzen, Laternen und andere arrangierte Beleuchtungen auf. Kurz vor Sonnenuntergang war für die Jüngsten mit dem Lampionumzug der große Moment gekommen. Das Lichtermeer wurde von Michael Fitterer, dem Vorsitzenden der Gartengemeinschaft, und seinem Stellvertreter Sven Rittmann angeführt, musikalisch begleitet vom Musikverein Ötisheim.

Voller Ideen war am Sonntagnachmittag der große Festumzug. Vereine, Kindergärten und Bewohner verschiedener Straßenzüge hatten sich viel einfallen lassen. „Der Arlinger, unser Paradies“, lautete das Motto der „Arlinger Clique“, die im paradiesisch dekorierten Wagen mit Hawaii-Hemden und Hula-Röcken auftrat und Äpfel verteilte. Mit Blumenhüten und in bodenlosen Blumentöpfen steckend, stellte die Fußgruppe aus der Hohlohstraße mit Freunden echte „Arlinger Gewächse“ dar. Ein besonderer Hingucker war der Wagen der Baugenossenschaft Arlinger mit Blumenkönigin Svenja Rittmann. „Sechs Wochen Bauzeit und über 25 000 Papierrosen“, verriet Stadtrat Jörg Augenstein, der den Umzug moderierte. Auch der künftige Oberbürgermeister Peter Boch, der in Begleitung seiner Frau Monika und Sohn Vincent den Festumzug anschaute, hatte seinen Spaß.

Die Kinder vom evangelischen Kindergarten Matthäusgemeinde hatten die Aufschrift „Ich bin Gold wert“ auf ihren Shirts, der Neue Chor vom MGV Arlinger lief als schmucke Goldkehlchen mit, die Arlingerschule präsentierte Goldstadtkinder, die KG-Hochburg war genauso mit goldenen Elementen dabei wie die Pforzheimer Faschingsgesellschaft, die Gruppe aus der Titiseestraße und Hohlohstraße trat als Goldstadt-Hippies auf, und der Friseursalon Volker Dietz und Freunde hatten einen Loveparade-Wagen dabei, der aus seinen Kanonen goldene Schnipsel aus dem Himmel regnen ließ.