So sieht der Siegerentwurf aus. Visualisierung: Marie Louise Lindinger
Pforzheim
Kitamodell für drei Standorte: Bieterverfahren-Sieger setzt auf Module
  • pm/mof

Pforzheim. Für 230 Kinder entstehen weitere Kindergartenplätze: Möglich macht das ein Bieterverfahren der Stadtbau GmbH Pforzheim Anfang vergangenen Jahres, das die Planung und den Bau von gleich drei Kindertageseinrichtungen – jeweils in ökologischer Holzsystembauweise – vorsieht.

Mit insgesamt sechs Gruppen wird die größte davon am Ernst-August-Haug-Weg am Ortseingang von Dillweißenstein entstehen, eine fünfgruppige Einrichtung am Schoferweg im Hegenach und mit vier Gruppen in dieser Reihe die kleinste Einrichtung an der Johann-Heinz-Straße im Wacholder. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor. Eine Jury hatte laut Baubürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzenden Sibylle Schüssler die Auswahl begleitet. „In zwei jurierten Wettbewerbsstufen hat sich schließlich eine Arbeit durchgesetzt, die an allen drei Standorten neben der Freude über die neuen Kitaplätze auch für einen architektonischen und städtebaulichen Mehrwert sorgen wird.“

Zusätzlich zu fünf bestehenden Kindertageseinrichtungen sind bei der Stadtbau derzeit drei Kitas im Bau und kurz vor der Fertigstellung. Weitere drei befinden sich in Planung, unter anderem im Tiergarten, so dass sich mit denen, die nun über das Bieterverfahren beauftragt wurden, die Zahl der Kitas im Unternehmen auf 14 erhöht. „Alles in allem werden damit rund 700 Kinder eine von der Stadtbau erstellte Einrichtung besuchen können“, rechnet der kaufmännische Geschäftsführer Armin Maisch vor. Alle Einrichtungen werden von der Stadt angemietet, Raumprogramm und Standards werden eng abgestimmt; auch die Wirtschaftlichkeit spielt eine große Rolle. Von ursprünglich zehn Anbietern kamen fünf in das engere Verfahren und legten jeweils für alle drei Standorte einen Entwurf vor, der auf einer Holzmodul- beziehungsweise Holzsystembauweise beruhte und baukastenartig auf die jeweiligen Kita- und Grundstücksgrößen sowie -besonderheiten reagierte.

Drei der Anbieter wurden zu einer Überarbeitung aufgefordert. Das Gesamtangebot der Firma Müllerblaustein HolzBauWerke GmbH aus Blaustein, basierend auf den Entwürfen von Rapp Architekten Ulm, ging in der Gesamtbewertung schließlich als Sieger hervor. Durch ähnliche Zuschnitte der Grundstücke und die gleichartigen planerischen Anforderungen sei das Vergabeverfahren mit der Wahl einer Holzsystembauweise geradezu ideal für diese Bauaufgabe, sagt der technische Geschäftsführer der Stadtbau, Oliver Lamprecht.

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