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Georg Leicht (links) und Gerhard Baral (rechts) vom Förderverein der Schloßkirche freuen sich über die Spende von Petra und Mark Stephen Pace.  Foto: Moritz 

Knapp eine halbe Million Euro: Orgelpaten von Schloßkirche in Pforzheim ziehen alle Register

Pforzheim. Er hat den vollen Klang der Orgel noch im Ohr: Mark Stephen Pace, gebürtiger Malteser, seit 1983 durch Liebe, Studium und Heirat Pforzheimer. Nein, es war nicht die Orgel der altehrwürdigen Schloß- und Stiftskirche – sondern die Königin der Instrumente im Petersdom. Pace war 13 Jahre alt und für zwei Monate Messdiener im Vatikan im Pontifikat Papst Pauls VI.

Der Dentaurum-Geschäftsführer erzählt diese Anekdote am Altar des „Steinernen Geschichtsbuchs“ der Stadt Pforzheim, der ehemaligen Grablege der badischen Markgrafen, mit Blick auf die gegenüberliegende Empore. Wenn am 14. Mai nächsten Jahres ein Echo-Preisträger in die Tasten greift und alle Register zieht, wird sie also wieder an ihrem Platz sein, die 1958/59 eingebaute Steinmeyer-Orgel mit ihren über 3000 Pfeifen.

750 000 Euro wird die Reorganisation dann verschlungen haben. Knapp eine halbe Million Euro ist bereits an Spenden und in Form von Patenschaften zusammengekommen. Petra und Marc Stephen Pace sind nach den Worten von Gerhard Baral, Mann von Schloßkirchen-Pfarrerin Heike Reisner-Baral, und Georg Leicht, Vorsitzender des Fördervereins der Schloßkirche, das erste Paar, das die Patenschaft für ein ganzes Register – „Rohrflöte, acht Zoll“, 56 Pfeifen – übernommen habe. Es handle sich um einen „namhaften Betrag“, mehr wird über die Höhe nicht kommuniziert. „Die Höhe spielt doch keine Rolle“, sagt Pace, „wichtig ist, dass überhaupt gespendet wird. Die längste Reise beginnt mit einem ersten Schritt.“

Mehr über die Orgepatenschaft lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmaier

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