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Uwe Hück will mit Vollgas in den Pforzheimer Gemeinderat.  Foto:Meyer 

Kommentar: Uwe Hück sucht in Pforzheim eine neue Herausforderung

Pforzheim. Uwe Hück verkörpert Selbstbewusstsein wie kaum ein anderer. Scheitern kommt in seiner Welt nicht vor. Dafür wird er von vielen bewundert, andere belächeln ihn. Fest steht: Hück hat vom Waisenkind bis zum führenden Arbeitnehmervertreter eines der bekanntesten Konzerne weltweit eine einzigartige Vita vorzuweisen.

Seine Erfolge bei Porsche sind grandios, sein Charisma legendär. Die Frage ist nur: Kann er deshalb auch Stadtrat in Pforzheim? Selbst wenn er gewählt werden würde, müsste er all das, was er nun vollmundig ankündigt, erst noch umsetzen. Die Kommunalpolitik ist kein intergalaktischer 911er. Hücks Vollgas-Mentalität würde auf einen Apparat aus Verwaltung und Gemeinderat prallen, in dem zu oft Bedenkenträger das Wort führen. Zumal er sich mit seiner gestrigen Aussage, „Pforzheim hat was Besseres verdient“, bestimmt keine Freunde unter den bisherigen Mandatsträgern macht.

Vieles stellt sich Hück wohl zu einfach vor. Deshalb wird er sich auf seinem Weg, Deutschlands Politik verändern zu wollen, in Pforzheim so manche blutige Nase holen. Doch Hück wäre nicht Hück, wenn ihn nicht genau das zu Höchstleistungen motivieren würde. Gelingt ihm das allerdings nicht, hat er viel zu verlieren.

Muss Pforzheims Politik aufgemischt werden?
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Magnus Schlecht

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