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Mehrere Stunden lang kämpfte die Feuerwehr Pforzheim mit den widrigen Umständen einer Bergungsaktion. Es galt, eine tote Frau aus der Nagold zu holen. © Ketterl
Tote Frau aus der Nagold gezogen © Ketterl
20.02.2011

Komplizierte Bergung von toter Frau aus der Nagold

PFORZHEIM. Zuerst hatte ein Jäger nur eine Jacke im Wasser gesehen. Dann entdeckte er die Leiche am Nagold-Wehr in den Horlachwiesen. Für die Feuerwehr begann danach eine komplizierte, mehrstündige Bergungsaktion. Bei der toten Frau könnte es sich um die Vermisste aus Unterreichenbach handeln.

Bildergalerie: Feuerwehr birgt eine Frauenleiche aus der Nagold

Der Jäger aus Huchenfeld und sein Begleiter waren am Sonntag gegen 11.50 Uhr am Nagold-Wehr zwischen Unterreichenbach und Dillweißenstein auf Kormoransuche unterwegs gewesen, als sie eine Jacke im Wasser an einer Stromschnelle hängen sahen. Sie alarmierten die Polizei. Die Männer der Berufsfeuerwehr und freiwillige Feuerwehrleute aus Dillweißenstein und Eutingen bargen die Leiche einer Frau, die sich zwischen den Steinen neben dem Wehr verkeilt hatte.

Für die Helfer der Feuerwehr keine leichte Aufgabe, an den leblosen Körper heranzukommen. Über Leitern und Schlauchboote konnten die Helfer die Tote erst nach umfangreichen Sicherungs-Maßnahmen wegen der starken Strömung und der Rutschgefahr auf den Steinen aus der Nagold holen und an die Polizei übergeben. Gegen 15 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Während der Bergung musste die Bundesstraße B463 im Bereich der Einsatzstelle halbseitig gesperrt werden.

Feuerwehr und Polizei hielten Spaziergänger und Neugierige von der Einsatzstelle zurück. Bei der toten Frau handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine seit zwei Wochen Vermisste aus Unterreichenbach. Sie hatte am 5. Februar ihre Wohnung ohne Ausweispapiere und Geld verlassen und war außerdem auf Medikamente angewiesen.

Die Pforzheimer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. „Wir können noch nichts Genaues zur Identität der Frau und über den Grund für den Sturz in die Nagold sagen“, betonte ein Polizeisprecher auf Anfrage der PZ.

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