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Eines der größten Themen im Kreistag - Die mögliche Kulturhauptstadt-Bewerbung.
Eines der größten Themen im Kreistag - Die mögliche Kulturhauptstadt-Bewerbung. © PZ-Archiv
23.07.2018

Kreistag diskutiert Pforzheims mögliche Bewerbung als Kulturhauptstadt

Enzkreis/Pforzheim. Eigentlich hätte sich Landrat Bastian Rosenau das Thema Kulturhauptstadt lieber für den nicht-öffentlichen Teil der gestrigen Kreistagssitzung aufgehoben. Doch da hatte er die Rechnung ohne Günter Bächle (CDU) gemacht. Das Gremium diskutierte heiß – und sowohl die Stadt Pforzheim als auch der Landrat mussten einstecken.

Bächle forderte vehement Aufklärung über die Gespräche zwischen Rosenau und dessen Kollegen aus Calw und Freudenstadt mit Pforzheims OB Peter Boch und Dezernentin Sibylle Schüssler. Rosenaus Ausführungen zum weiteren Vorgehen lassen sich grob in einem Satz zusammenfassen: „Solange wir nichts wissen, können wir über nichts reden.“ Es gelte zu klären, was die Stadt vorhabe und was das kosten soll. Sollte es zur Erstellung eines Konzepts kommen, müssten Kreistag, Städte und Kommunen eingebunden werden – und zwar ohne finanzielle oder moralische Verpflichtungen.

Die anschließende Diskussion war ein Abbild des Ärgers der Kreisräte auf die Stadt: Bächle pochte weiter auf „umgehende Information“ über die Modalitäten der Ausschreibung – und schoss scharf in Richtung Landrat: „Es ist nicht möglich, dass Sie munter Gespräche führen und wir nachher vor vollendete oder unvollendete Tatsachen gestellt werden.“ Rosenau in Verteidigungshaltung: Es sei nicht nötig, die Kulturhauptstadt im Kreistag auf die Tagesordnung zu setzen, solange nicht klar sei, ob Pforzheim überhaupt Ja sage zum Projekt

Andrea Link-Hofsäß (SPD) fand schließlich zum Abschluss – trotz genereller Unterstützung Rosenaus – ganz klare Worte: „Die fachliche Kompetenz der Stadt Pforzheim ist auf vielen Ebenen fragwürdig“, stellte sie fest – und Applaus brandete auf

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