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Versagt das Lieblingskind von Innenminister Reinhold Gall (links)? Oppositionspolitiker geben der Polizeireform die Schuld an gestiegener Kriminalität.
Versagt das Lieblingskind von Innenminister Reinhold Gall (links)? Oppositionspolitiker geben der Polizeireform die Schuld an gestiegener Kriminalität. © dpa
04.02.2016

Kriminalzahlen gibt es erst nach der Wahl - Heftige Kritik aus der Opposition

Pforzheim/Stuttgart. Verlässliche Zahlen, um die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres zusammenzufassen, gebe es erst in einigen Wochen, lässt Landesinnenminister Reinhold Gall (SPD) auf PZ-Anfrage mitteilen. „Unsinn“, sagt der polizeipolitische Sprecher der CDU-Opposition, Thomas Blenke. Gall wolle lediglich nicht vor der Landtagswahl am 13. März mit der Wahrheit herausrücken: dass die Gesamtkriminalität in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent auf einen Zehn-Jahres-Höchststand gestiegen sei.

Die Zahl der statistisch bei den Polizeipräsidien erfassten Fälle von Raub und räuberischer Erpressung sei um 8,5 Prozent und die der Fälle von gefährlicher oder schwerer Körperverletzung um 5,3 Prozent gestiegen. Gall hatte vor einer Woche separat die Statistik bezüglich der Wohnungseinbrüche vorgestellt – die auf den ersten Blick positiv war. Doch sowohl Blenke wie Hans-Ulrich Rülke, der Landtagsabgeordnete aus Pforzheim und Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, hinterfragen die Zahlen kritisch: In einer Mehrzahl von Stadt- und Landkreisen sei die Zahl der Einbrüche gestiegen – vor allem auf dem Land. Dies sei eine Folge der Polizeireform, das Lieblingskind des Innenministers. Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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