Pforzheim. Wohl kaum ein Pforzheimer Lokal hat diesen Wohlklang, diese Tradition, diesen Charakter – „und das soll wieder so werden“, sagt Delil Karababa (28). Der Vertrag mit dem Hausbesitzer, einem Schmuckfabrikanten – fünf Jahre Laufzeit plus Option auf fünf weitere Jahre – ist unterschrieben: Karababa wird der neue Pächter des „troc“ in der Fußgängerzone. Seit Ende Oktober 2014 steht das ehemalige Kult-Café leer. „Ein Jammer“, sagt Karababa, früher selbst Gast des Lokals, das viel älter ist als der junge Mann, der der „alten Dame“ ab März neues Leben einhauchen will.
Vor dem Krieg, bis zum Bomben-Inferno des 23. Februar 1945, stand hier das „Schauspielhaus“ mit dem Café „Trocadero“. Anfang der 1950er-Jahre wurde das Gebäude Westliche 26 mit dem „troc“ im hinteren Teil wieder aufgebaut – und wurde schnell zum beliebten Treffpunkt der Pforzheimer. Bar, Restaurant, Live-Musik, Tanz – das alles will Karababa wieder aufleben lassen.
„Wir haben in der Familie Gastronomie im Blut“, sagt der ehemalige Fritz-Erler-Gymnasiast, der mit 13 Jahren von Istanbul nach Pforzheim kam, wo sein Vater mit Erfolg das türkische Restaurant „Aratat“ an der Ecke Östliche/Schloßberg betrieb – und dies heute mit seinem Sohn immer noch tut.
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Traditionslokal "troc" in Pforzheim hat dicht gemacht

