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Ralf Sonnet erläutert Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler sein Foto des Wallbergs, mit dem er den Wettbewerb gewonnen hat. Foto: Bechtle
Ralf Sonnet erläutert Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler sein Foto des Wallbergs, mit dem er den Wettbewerb gewonnen hat. Foto: Bechtle
Thomas Künzel vom Landesdenkmalamt erklärt die Grabplatten. Foto: Bechtle
Thomas Künzel vom Landesdenkmalamt erklärt die Grabplatten. Foto: Bechtle
11.09.2016

Kulturschätze zum Anfassen: Tag des offenen Denkmals in Pforzheim

Pforzheim. Baubürgermeisterin Sybille Schüssler spaziert vergnügt um das Stadtlabor im Rathauspavillon herum. Denkmalpfleger Christoph Timm im Schlepptau. Angeregt diskutieren die beiden über die Fotos, die dort zu sehen sind. Gleich findet nämlich die Preisverleihung des Fotowettbewerbs „Best of¨– Pforzheim liebt Wikis“ statt.

„Entstanden sind wundervolle Arbeiten, die das kulturelle Erbe der Stadt festhalten und jedes Einzelne bietet zudem den persönlichen Blick des Fotografen. Der Jury des Kulturamts habe es sich nicht leicht gemacht. Sieger ist der Pforzheimer Ralf Sonnet. Sein Foto zeigt die Stelen des Wallbergs im Licht der aufgehenden Sonne an einem eisigen Wintertag. „Ich bin an der Durlacher Straße spazieren gegangen und habe zum Wallberg gesehen“, erinnert sich Sonnet, der im vergangenen Jahr zweiter des PZ-Fotowettbewerbs „Blende“ geworden ist. „Das Licht hat durch die Schneespiegelungen eine einmalige Atmosphäre erzeugt und mir war klar, das muss ich festhalten.“

Platz zwei geht an Anna Eickhoff, freie Mitarbeiterin der „Pforzheimer Zeitung“. Ihr Foto zeigt eine Stadtansicht über die Dächer. Kurt Schwaab erhält mit der Arbeit, die die alte städtische Straßenbahn zeigt, Rang drei. „Ich möchte damit die Faszination zeigen, die die Kleinbahn bis heute ausstrahlt. Auch trotz der Kritik an der Bahn“, so Schwaab.

Im Stadtlabor sind außerdem noch Fotoaufnahmen des Hochschulwettbewerbs „My Pforzelona – zeig uns, was deine Stadt besonders macht“ zu sehen. „Das ist eine spannende Zusammenführung, denn der Blick von jungen Menschen, die nicht aus Pforzheim Kommen, ist ein ganz anderer“, sagt Schüssler.

Der städtische Denkmalpfleger Christoph Timm und Stadtwiki-Gründer Friedel Völker schneiden anschließend die Geburtstagstorte für 15 Jahre Wikipedia und zehn Jahre Stadtwiki an. Und während Timm sich auf den Fotorundgang mit Besichtigung der Landschaftsstube im Archivbau und des großen Ratssaals freut, weist Angelika Müller-Tischer, kommissarische Leiterin des Kulturamts, auf das vielfältige Angebot in der Stadt zum Aktionstag hin.

Nur ein paar Meter weiter findet zeitgleich die erste von drei gut besuchten Führungen, an den Grabungen auf dem ehemaligen Schulplatz auf dem Parkplatz Rathaus statt. Thomas Künzel vom Landesdenkmalamt nimmt die Interessierten auf eine Tour durch die Pforzheimer Geschichte mit, die bei den Grabungen offengelegt wird. Außerdem sind aktuelle Funde, wie ein Schlüssel für eine mächtige Eichentür, datiert vor 1276, zu sehen. Ebenso Broschen und allerlei Kleinteile, die erst auf den zweiten Blick Geschichte erzählen.

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