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Auf den Punkt gebracht: die Patienten und Künstler Daniela Eschbach, Marcus Horntrich und Susanne Mehner, Kunsttherapeutin Sabine Dilly-Wildenmann, Ortsvorsteher Helge Hutmacher, die Künstlerin und Patientin Angela Friebe und der Leiter der Tagesklinik für Psychiatrie, Christoph Warmke (von links), inmitten der Rauminstallation „Zwischen den Welten“. Späth
Auf den Punkt gebracht: die Patienten und Künstler Daniela Eschbach, Marcus Horntrich und Susanne Mehner, Kunsttherapeutin Sabine Dilly-Wildenmann, Ortsvorsteher Helge Hutmacher, die Künstlerin und Patientin Angela Friebe und der Leiter der Tagesklinik für Psychiatrie, Christoph Warmke (von links), inmitten der Rauminstallation „Zwischen den Welten“. Späth
31.10.2016

Kunstausstellung „Kunst in Eutingen“: Eutinger Künstler sprühen vor Ideen

Pforzheim-Eutingen. „Kunst ist eine ausdrucksvolle und verständliche Sprache, schafft Verständigung und weckt tiefe Emotionen“, sagte Eutingens Ortsvorsteher Helge Hutmacher zu Beginn der Kunstausstellung „Kunst in Eutingen“ im Alten E-Werk. Dies sollte auch das Motto der bunt gemischten Schau sein, die vielfältige Werke von 13 Künstlern zeigt.

Bei der Vernissage am Freitagabend herrschte großer Andrang. Die Kunstausstellung in Eutingen ist ein Erfolg: Bereits zum 33. Mal lockt sie zahlreiche Kunstinteressierte in den größten Stadtteil Pforzheims. Besonders an der Ausstellung ist vor allem ihre Vielfalt an Kunstrichtungen. Von Karikaturen über Ölmalerei bis zu Aquarellen und Skulpturen gibt es vieles zu bestaunen. Zum ersten Mal wird auch handgefertigter Schmuck ausgestellt.

Kreativität als Therapie

„Wir legen bei der Auswahl der Künstler besonderen Wert darauf, dass sie einen Bezug zu Eutingen vorweisen können“, so Hutmacher. „Wir sind sehr stolz auf diese Veranstaltung, da sie Künstlern und Kunstinteressierten eine Plattform bietet.“ Er freute sich auch über die Werke von Karl-Friedrich-Schülern. Wichtige Bestandteile der Schau sind seit 15 Jahren Kunstwerke von Patienten der Tagesklinik Pforzheim-Eutingen. „Bei dieser Therapie entdecken viele Patienten ihre kreativen Fähigkeiten wieder und setzen sich so mit ihrer Lebenssituation auseinander“, sagte die Kunsttherapeutin Sabine Dilly-Wildenmann.

Im mehrwöchigen Projekt „Zwischen den Welten“, an dem 50 Patienten beteiligt waren, entstand etwa die Rauminstallation „Polka Dots“. Angelehnt an die japanische Künstlerin Yayoi Kusama, wurden Wände sowie ein Stuhl und ein Tisch mit Hunderten Punkten beklebt. Der Farbwechsel von Schwarz zu Bunt spiegelt die Therapie von depressiven Patienten wider. Neben den Gemälden und Kunstwerken der kreativen Eutinger können Dekoartikel, Gestricktes und Fellarbeiten gekauft werden. Das Melodic-Akustik-Duo Rouven und Romina Sadler unterhielt die Besucher mit ihren gefühlvollen Stimmen und Gitarrenklängen.

Die Schau ist bis 13. November montags bis samstags von 14 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Zur Finissage am Sonntag, 13. November, gibt es ab 16 Uhr eine Lesung mit Inge Wrobel.