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Die Polizei ist personell im Dauerstress bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms – hier im Küchenzelt in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) Ellwangen. Bei der Aktion wurde die LEA durchsucht und Flüchtlinge überprüft. Foto: Puchner
Die Polizei ist personell im Dauerstress bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms – hier im Küchenzelt in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) Ellwangen. Bei der Aktion wurde die LEA durchsucht und Flüchtlinge überprüft. Foto: Puchner
04.02.2016

Ladendiebstähle und Gewalt: Polizei nimmt Zuwanderer ins Visier

Pforzheim/Karlsruhe. Immer öfter kommt es zu massiven Widerstandshandlungen und aggressivem Verhalten bei Ladendieben mit Asylbewerberstatus. Dabei wird nach PZ-Informationen auch das Verletzen von Marktpersonal, Ladendetektiven und eben Polizeibeamten bewusst in Kauf genommen. Für die Polizei ist dies eine neue Dimension – intern soll im Präsidium Karlsruhe von „erheblicher Verunsicherung“ und „starker emotionaler Belastung“ die Rede sein.

Die Beamten sollen auf die Gefahr offener Rasierklingen – beispielsweise in Hosentaschen – hingewiesen worden sein. Im Lagebild des Polizeipräsidiums Karlsruhe, das täglich fortgeschrieben wird, wurden zwischen August vergangenen Jahres und der letzten Kalenderwoche dieses Jahres rund 7500 Vorgänge im Zusammenhang mit Asylbewerbern registriert. Für diese „Ereignisse“, bei denen die Personengruppe in irgendeiner Weise beteiligt ist, wurde ein separater Code angelegt: Ereignisschlüssel 909. In der ersten Kalenderwoche wurden 332 Einträge registriert – sowohl in den Großstädten Karlsruhe und Pforzheim als auch in den Landkreisen Karlsruhe und Calw sowie dem Enzkreis eine Steigerung wie seit November 2015 nicht mehr. Auffällig viele Nordafrikaner sind unter den Tatverdächtigen – was sich mit den Erkenntnissen deckt, die Ermittler deutschlandweit haben: Unter den mutmaßlichen Tätern befinden sich kaum Flüchtlinge aus Kriegsgebieten wie Syrien, Afghanistan oder Irak. Sondern meistens aus Tunesien, Algerien oder Marokko. Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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