760_0900_84278_PF_Lauf_fuer_das_Leben_1_k.jpg
Tausende Beine für Afrika: Beim Start des zehnten Lauf für das Leben herrscht dichtes Gedränge. Tilo Keller 
760_0900_84277_PF_Lauf_fuer_das_Leben_4_k.jpg
Bernhard Markowis (links) und sein achtjähriger Enkel Jonathan erfrischen die Läufer bei den hochsommerlichen Temperaturen im Enzauenpark. 
760_0900_84279_RuelkeLauffuerdasLeben.jpg
Auch FDP-Stadtrat Hans-Ulrich Rülke läuft für den guten Zweck. privat 

Lauf für das Leben: Schwitzen für den guten Zweck

Mit einer afrikanischen Hymne schickte Moderator Rolf Hauber die Läufer auf den Weg. Beim zehnten Lauf für das Leben sind 1378 hochmotivierte Teilnehmer im Enzauenpark an den Start gegangen. Mit jedem gelaufenen Kilometer sind Hilfsprojekte in Nigeria unterstützt worden. Die Organisation lag in den Händen der Evangelisch-methodistischen Kirchen (EmK) Bauschlott, Eutingen, Pforzheim, Birkenfeld und Neuenbürg.

Rund 120 Helfer waren für im Einsatz.Die meisten Starter stellte die Klingel Gruppe mit 324 Läufern, die am Ende 3575 Kilometer absolvierten. Die Volksbank Pforzheim trat mit 85 Startern an und FBM und egf/Binder mit 60 Läufern. Die Arlingerschule war mit 127 Schülern vertreten, wodurch stattliche 1010 Kilometer zusammenkamen.

Auf Rollen und Pfoten

Zuvor hatte sich jeder Teilnehmer um Sponsoren gekümmert, die bereit waren, für jeden gelaufenen Kilometer zu spenden. „Alles, was heute erlaufen wird, geht an die EmK Weltmission“, erklärte Mitorganisator Frank Kraus. In diesem Jahr soll das Geld den Aufbau von Schulen in Nigeria unterstützen. „Das staatliche Schulsystem ist sehr mager, da gibt es nicht viel“, berichtete Frank Aichele von der EmK Weltmission, der das Projekt schon vor Ort besucht hat und ebenfalls beim Lauf antrat.

Eigentlich hatte sich Bischof John Wesley Johanna, Leiter der EmK Nigeria, ebenfalls zum Laufereignis angekündigt. Dies scheiterte aber an einem Visum für Deutschland. Unter den Teilnehmern gab es die unterschiedlichsten Fitnesslevel zu finden, so dass neben den schnellen Läufern auch Walker und Spaziergänger ihre Berechtigung hatten. Versierte Hobbysportler waren ebenso vertreten wie absolute Anfänger.

Die Jüngsten wurden im Kinderwagen geschoben, etwas Ältere hatten kleine Laufräder zur Unterstützung dabei und auch Rollstuhlfahrer nahmen die zwei oder fünf Kilometer langen Strecken in Angriff. Schließlich ging es weniger um den sportlichen Aspekt als um den guten Zweck. Auch einige vierbeinige Läufer waren dabei.

Wie Sir James, der Hund von Familie Bürkle, der mit 22 Einzel- und sechs Gruppensponsoren eine stattliche Zahl an Unterstützern vorweisen konnte. „Wir sind erst vor zwei Monaten von Berlin nach Pforzheim gezogen und hier gleich mit dabei“, erklärte Katharina Schwedas, die insgesamt zehn Kilometer absolviert hat. „Sportliche Leistung für die gute Sache, so muss das sein“, freute sie sich über diese Aktion.

Ebenfalls zum ersten Mal war Familie Krause aus Waldbronn dabei. „Mein Mann und ich joggen sowieso“, erklärte Caroline Krause nach sieben Kilometern. „Und weil es für einen guten Zweck ist, sind wir gleich zu dritt gekommen.“

Knapp 100 000 Euro Spenden

Ein fröhliches Vater-Sohn Gespann gaben Ralf und der zwölfjährige Luan Wurster ab, die durch Arbeitskollege Angelo Mezzanotte ergänzt wurden. „Die Strecke ist ideal mit dem Wechsel von Sonne und Schatten“, waren sich die drei Läufer aus Mönsheim einig, die mit zwei Mal zwölf Kilometern und einmal 21 Kilometern dabei waren. Insgesamt wurden an diesem Tag 16 171 Kilometer absolviert, fünf Teilnehmer haben sogar zwischen 40 und 52 Kilometer hinter sich gebracht. Wenn alle Sponsoren ihre Spendenzusagen einhalten, wird eine Summe von rund 99 000 Euro zusammenkommen, die komplett dem Hilfsprojekt in Nigeria zugutekommt.