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•Auf die Arbeit des Anti-Graffiti-Mobils aus Pforzheim machten für dieses Foto Polizeihauptkommissar Volker Weingardt (von links), der Mühlacker Bürgermeister Winfried Abicht, Heike Kuppinger vom Bürgerverein Pforzheim-Nordstadt sowie die Polizeibeamten Sabine Bechtler (Jugendsachbearbeiterin) und Philipp Kaiser vom Revier Mühlacker aufmerksam. Im Hintergrund befreiten straffällig gewordene Jugendliche und freiwillige Helfer eine Lärmschutzwand an den Bahngleisen von Schmierereien.  Foto: PZ-Archiv/Hepfer 

Laut CDU-Stadtrat Andreas Sarow rollt das Anti-Graffiti-Mobil nicht mehr - Offizielle Bestätigung bleibt aus

Pforzheim. Der Sachverhalt gibt Rätsel auf: „Das Anti-Graffiti-Mobil wird seine Tätigkeit bis auf weiteres einstellen“, hat CDU-Stadtrat und Landtagsaspirant Andreas Sarow am Freitag in den sozialen Netzwerken gemeldet. Und die Veröffentlichung mit dem Hinweis eingeleitet: „Ziel erreicht“. Er führte rechtliche Gründe an. Eine offizielle Bestätigung war dazu nicht zu erhalten.

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums, das über seine Beteiligung am Haus des Jugendrechts der federführende Partner beim Anti-Graffiti-Mobil ist, konnte die Auskunft nicht mit den weiteren Mitstreitern - Bürgerverein Nordstadt, Maler- und Lackiererinnung, Bezirksverein für soziale Rechtspflege und Staatsanwaltschaft - abstimmen. Am Freitagnachmittag seien nicht mehr alle zu erreichen gewesen. Da die Meldung politische Bedeutung habe, müsse man mit einer Zunge sprechen, sagte Polizeisprecher Frank Otruba.

Das Anti-Graffiti-Mobil, bei dem jugendliche Straftäter nach illegalen Sprühaktionen solche Hinterlassenschaften an Hauswänden beseitigen, ist bundesweit beachtet, aber auch umstritten. Sarow macht sich wie berichtet für legale Sprühflächen stark, die Initiatoren des Anti-Graffiti-Mobils halten dies für kontraproduktiv.

Marek Klimanski

Marek Klimanski

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