Zahnarzt-Praxis
109 Kassenzahnärzte sind im Stadtkreis Pforzheim tätig.
Rolf Vennenbernd/picture alliance
Pforzheim
Laut aktuellen Zahlen: Zahnmedizinische Versorgung in Pforzheim stabil

Pforzheim. Im Stadtkreis Pforzheim wird die zahnmedizinische Versorgung aktuell von 109 Zahnärztinnen und Zahnärzten sichergestellt. Dies entspricht einem Betreuungsverhältnis von einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt auf 1238 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Zahlen gehen aus dem Versorgungsbericht 2025 der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KZV BW) hervor. Diesem zufolge liegt der Versorgungsgrad in Pforzheim bei 94,7 Prozent.

„Alle Menschen im Land können hochwertige zahnärztliche Versorgungsangebote in Wohnortnähe in Anspruch nehmen“, erklären der Vorstand der KZV BW, Torsten Tomppert, Peter Riedel und Christian Finster in einer Pressemitteilung. Dies sei eine Bestätigung der Arbeit und zugleich ein Ansporn, weiter für eine flächendeckend stabile und hochwertige zahnärztliche Versorgung der Bevölkerung zu arbeiten. Der jährlich erscheinende Versorgungsbericht trage dazu bei, regional drohende Engpässe frühzeitig zu identifizieren und im Dialog mit der Kommunal- und Landespolitik dafür zu sorgen, dass bei Bedarf rechtzeitig gegengesteuert werden kann, heißt es.

Laut KZV sind in Baden-Württemberg derzeit 8091 Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte in 4831 zahnärztlichen Praxen tätig. Auf eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt kämen demnach rund 1389 Einwohner. Im vergangenen Jahr haben die baden-württembergischen Vertragszahnärzte eigenen Angaben zufolge insgesamt rund 6,8 Millionen gesetzlich Versicherte behandelt.

„Trotz der derzeit noch landesweit stabilen Versorgungssituation macht der Bericht deutlich, dass die vertragszahnärztliche Versorgung schweren Belastungen ausgesetzt ist und verschiedene Entwicklungen Anlass zur Sorge geben“, heißt es. Der Rückgang der Praxisstandorte halte an und falle gerade bei den Einzelpraxen überdurchschnittlich hoch aus. Um die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Praxen zu verbessern, gehöre zu den wichtigsten Zielen insbesondere der Abbau unnötiger bürokratischer Vorgaben, die den Praxisbetrieb lähmten und wertvolle Zeit binden. Völlig unzureichend sei das Vorhaben der Bundesregierung, die Budgetierung nur im fachärztlichen Bereich und nur in unterversorgten Regionen abzuschaffen. Das Ziel müsse die Vergütung aller ambulant erbrachten Leistungen bleiben.