nach oben
Blauer Sack statt Gelber Sack? Das ist verboten. Foto: Körner
Blauer Sack statt Gelber Sack? Das ist verboten. Foto: Körner
04.11.2016

Leserfrage: Darf ich statt der Gelben Säcke privat gekaufte Säcke nutzen?

Die offenbar zuhauf gestohlenen Gelben Säcke erhitzen die Gemüter. Doch eine PZ-Leserin schreibt auf Facebook: „Ich versteh die ganze Aufregung nicht so ganz. Einfach selbst welche kaufen, die sind doch nicht teuer.“ Genau hier setzt die Frage an, die mehrere PZ-Leser stellen: Ist es erlaubt, privat gekaufte Säcke statt den gelben zu nutzen?

Nein“, sagt Veolia-Pressesprecher Andreas Jensvold. Im Rahmen des Dualen Systems ist sein Unternehmen für die Menge der in Umlauf gebrachten Tüten verantwortlich – mehr dürften es nicht sein. Auch andere durchsichtigen Tüten aus dem Supermarkt seien verboten. Soweit die Theorie. Dass die Realität anders aussieht, zeigt sich auf der Facebook-Seite der PZ: „Ich kaufe seit Jahren Müllsäcke bei dm. Die werden auch mitgenommen“, schreibt ein Leser. Und eine Leserin meint: „Ich nehm’ die blauen 60-Liter-Säcke vom Kaufland. Wurden bisher immer mitgenommen.“ Und auf Ebay floriert das Geschäft mit den „echten“ Gelben Säcken: Die Rollen kosten dort meist ein bis zwei Euro.

Veolias Auftraggeber in Pforzheim ist die Landbell-Gruppe. Nach deren Angaben gibt es eine Abstimmungserklärung mit der Stadt, in der geregelt ist, dass das „Entsorgungsunternehmen im Oktober eine Grundverteilung der Gelben Säcke an die Haushalte durchführen muss.“ Entgegen dieser Abmachung läuft die Verteilung durch Veolia bis zum 26. November. Wie viele Säcke in Pforzheim verbraucht werden, verrät das Unternehmen nicht. „Der Entsorger hält die Säcke in ausreichender Anzahl vor“, heißt es lediglich. Und: „Die 13 Säcke auf einer Rolle sind begründet durch einen Sack/pro Haushalt/pro 4-wöchentlicher Abfuhr.“

Mehr zum Thema:

Heiß begehrt: Gelbe Säcke werden verteilt - und geklaut

Tonnen von Müll: Stadt will Mindestgrößen für Restmüllbehälter vorgeben

Leserkommentare (0)