Pforzheim. Ab kommendem Sommer mischen mit Abellio und GoAhead neben der Deutschen Bahn noch mehr Unternehmen im Pforzheimer Zugverkehr mit. Bleibt das DB-Reisezentrum im Hauptbahnhof dennoch erhalten?
Ja, bleibt es. Das Deutsche Bahn-Monopol am Pforzheimer Hauptbahnhof hat
ab Juni 2019 zwar ein Ende, wenn GoAhead die Interregio-Express-Linie zwischen Karlsruhe und Stuttgart und das Unternehmen Abellio den Regionalexpress zwischen Stuttgart über Ludwigsburg mit Endstation Pforzheim übernehmen. Doch das Reisezentrum der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof bleibt „in seiner heutigen Form bestehen, unabhängig von der zukünftigen Übernahme der Regionalverkehre“, wie ein Bahnsprecher auf Nachfrage mitteilt. Die Frage war bei einem PZ-Leser aufgekommen, nachdem die Bahntochter Regionalverkehr Südwest (RVS) für Januar ihren Umzug an die Deimlingstraße angekündigt hatte (die PZ berichtete). Der Umzug von RVS liege am Platzmangel im Hauptbahnhof, „weil die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten“, so der Bahnsprecher.
Gerade für die Tätigkeiten wie die Betreuung der Kundenhotline, des Aboservices und ab Januar der neuen Fundbüro-Stelle sei der Raum in dem denkmalgeschützten Gebäude schlicht zu eng. Abellio selbst wird kein Kundencenter im Bahnhof haben, wie eine Sprecherin auf PZ-Nachfrage erklärt. Fahrkarten sollen mit dem Start im Juni dann an den Automaten der Deutschen Bahn erhältlich sein. Anders sieht es bei GoAhead aus – das Unternehmen strebe ein Kundencenter in Pforzheim an, wie ein Sprecher erklärt. Man sei diesbezüglich in Verhandlungen mit der Bahn und dem Verkehrsministerium. Mit einem Ergebnis werde in den nächsten Tagen gerechnet.
Tickets sollen aber auch an den Fahrscheinautomaten der Deutschen Bahn gekauft werden können.

